MLGB 2660x Ge 6/6 I
Ich hab die neue Massoth entkuppler montiert, und die 4 schrauben der mittlere Achsen (kuppelstange) durch Hex-boltsen ersetzt. Die beide Spurkranslossen achsen sind dabei beschadigd worden. Die kreuzslitz saßen so fest das ich den kopf mit der kleine Schliefstein weg geschliffen habe. Dabei ist die plastic isolierhulze geschmolzen. Mein handler meinte ich soll die Lok zur garantie einschicken. Von der Entkuppler meinte er das das keine serienfehler ist.
Edited by Etienne Videler on 08/29/2022, 05:04 PM
Hallo,
nachdem das Problem mit den Schrauben am Gestänge wohl mehrere betrifft und ich zudem festgestellt habe, dass auch mehrere andere Gestängeschrauben festsitzen, hier ein paar Bilder.

Der Bolzen mit dem Innengewinde ist in die schwarze Kunststoffbuchse eingepresst.
Die Schraube hat eine Beilagscheibe integriert und wurde wohl werkseitig so fest angezogen (dd mit Schraubensicherung versehen), dass sich nicht die Schraube im Gewinde beim Ausschraubversuch dreht, sondern der Bolzen in der Kunststoffbuchse.
Ziel muss es also sein, den Bolzen samt Schraube herauszuziehen, dann kann man die Schraube mittels Einspannen im Schraubstock und Zange aus dem Bolzen entfernen.
Das Gewinde war bei mir unbeschädigt und ich habe einfach eine handelsübliche 2mm V2A Kreuzschlitzschraube eingesetzt (da ist der Schraubenkopf grösser)

So sieht das nachher ausWie aber die Schraube herausbringen?
Ich habe zunächst das Gestänge fest nach aussen gezogen und die Schraube samt Bolzen gedreht, so dass der Bolzen etwas aus der Kunststoffbuchse kam.

Dann habe ich ein dünnes Messingblech beigelegt und mit einem kleinen Schraubendreher Schraube plus Bolzen weiter herausgehebelt bis beide mit einer mit Tape umwickelten feinen Zange gefasst und herausgezogen werden konnten.

Beim Wiedereinpressen des Bolzens sollte dieser 2,3mm hervorstehen. Zusätzliche Sicherungsmaßnahmen waren bei mir nicht notwendig.

Viel Erfolg
GrüsseHerby
Edited by Herbert Schneider on 08/31/2022, 12:28 PM
Hallo Herby,
zu diesem Bild
https://modellbahnen.cadosch.org/cms/media/kunena/attachments/1801/schraubealtneu_2022-08-31.jpg
zwei Fragen:- erfolgt über diese Blindwelle die gesamte Kraftübertragung für dieses Triebgestell?
- Die Aussparung in der Treibstange für die versenkte Befestigungsschraube ist ja sehr groß. Wieviel Zehntel ist denn noch die wirksame Materialstärke unter der Schraube, um die Kraft zu übertragen?
Danke und Grüße
AndreasJa der Antrieb erfolgt wie beim Original über die Blindwelle und das Gestänge. Materialstärke bei der Schraube rund 0,5mm.
Durch die festsitzenden Schrauben kann ich das Gestänge nicht vollständig demontieren um genau nachzumessen.Grüsse
Herby
Hoppla :-o
Wenn alle Kräfte über einen so schmalen Grat übertragen werden, entsteht ein ganz enormer Verschleiss!
Fährt die schwere Lok dann mal ausgiebig, mit schwerem Zug oder sogar auch noch bergauf, dürfte das "highend" unangenehm früh erreicht werden :-(
Wobei ich da Ersatzmöglichkeiten sehe. Den Bolzen kann man ersetzen, das Gestänge an dieser Stelle ausbohren und ein Gleit- oder Kugellager einsetzen.
Eigentlich gehören mindestens 2 Achsen über Getriebe angetrieben oder man hätte gleich ein kleines Kugellager einbauen können.Grüsse
Herby
Klar, "highend" halt ... ;-)
Nur nicht ab Werk :-o
Edited by Andreas on 09/04/2022, 01:05 PM
Hallo,
ein befreundeter Gartenbahner hat ebenfalls den Kampf mit den Gestängeschrauben beim Wechsel der mittleren Achse aufgenommen. Da es sich wohl nicht um einen Einzelfall zu handeln scheint, darf ich hier seine Beschreibung und die zugehörigen Bilder einstellen.
Im Mailverkehr wurde offensichtlich, dass MLGB wohl die Schrauben mit einer Schraubensicherung verbaut hat, die stärker hält, als der Bolzen in der Kunststoffhalterung oder die Kunststoffhalterung im Gestänge 😢
Deshalb hat dieser Gartenbahner zusätzlich mit einem Lötkolben vorsichtig versucht die Schraube zu erwärmen ohne die Kunststoffhalterung zu schmelzen (hat wohl teilweise zum Erfolg beigetragen).
Zunächst hat er mit einem Diamantschleifkopf mit 1mm-Kugel (Proxxon) in die Schraubköpfe zwei Flachstellen eingeschliffen.

Die Bolzen unter den Schrauben blieben dabei fast komplett unversehrt. Man muss aber natürlich vorsichtig sein. Der Schleifstaub wurde die ganze Zeit mit einem Staubsauger abgesaugt.

Die Flachstellen müssen so sein, dass man mit einer Zange die Köpfe zum Drehen packen kann. Wenn man Glück hat, löst sich die Schraube aus dem Bolzen.

Bei Zweien musste aber das Kunststoffteil, in dem die Bolzen eingedrückt sind, herausgezogen werden, damit dieses dann mit einer zweiten Zange, die mit Isolierband umwickelt ist, gepackt werden konnte.

So konnte dann die Schraube rausgedreht werden.

Von meiner Seite vielen Dank für das Mailen der Bilder und der Beschreibung
Grüsse
Herby
Edited by Herbert Schneider on 09/13/2022, 08:32 AM
Gibts denn eigentlich schon weitere Erfahrungen zu den Metall Krokodilen? Sind irgendwo nochmal größere Schäden aufgetreten?
Und hat der Kollege mit dem blauen Krokodil inzwischen die ab Werk fehlenden Teile zugeschickt bekommen?
Mich würde so ein Metallkroko ja schon reizen, aber wenn man schon die ganzen Probleme hier liest macht das ja keine großen Hoffnungen.
Und wenn in zwei Jahren mal etwas kaputt geht, wie beispielsweise der unterdimensionierte Antrieb über die Kuppelstangen, dann wird man wohl keine Ersatzteile bekommen.Wobei man da bei MLGB wesentlich grössere Chancen hat als bei Kiss (in Bezug auf das Kroko).
Der Ersatz für die durchgebrannten Entkuppler scheint noch nicht auf dem Weg, ansonsten hat wohl das Metalkroko von MLGB einen 200 h Test durchlaufen, in Folge wurden die Stromabnehmer modifiziert.
Ansonsten bleibt der mfx-dekoder das größte Ärgernis.Grüsse
Herby
hesch schrieb:
Wobei man da bei MLGB wesentlich grössere Chancen hat als bei Kiss (in Bezug auf das Kroko).
Der Ersatz für die durchgebrannten Entkuppler scheint noch nicht auf dem Weg, ansonsten hat wohl das Metalkroko von MLGB einen 200 h Test durchlaufen, in Folge wurden die Stromabnehmer modifiziert.
Ansonsten bleibt der mfx-dekoder das größte Ärgernis.Grüsse
Herby
200 Stunden sind jetzt aber auch nicht sonderlich viel. Wenn ich überlege, dass meine Bahn in den Weihnachtswochen bis zu 10 Stunden am Tag fährt. Da sind die 200 Stunden schnell erreicht
LGB-Luggi schrieb:
Gibts denn eigentlich schon weitere Erfahrungen zu den Metall Krokodilen? Sind irgendwo nochmal größere Schäden aufgetreten?
Und hat der Kollege mit dem blauen Krokodil inzwischen die ab Werk fehlenden Teile zugeschickt bekommen?
Mich würde so ein Metallkroko ja schon reizen, aber wenn man schon die ganzen Probleme hier liest macht das ja keine großen Hoffnungen.
Und wenn in zwei Jahren mal etwas kaputt geht, wie beispielsweise der unterdimensionierte Antrieb über die Kuppelstangen, dann wird man wohl keine Ersatzteile bekommen.So um Frage zu beantworten ob mein blaues Kroko inzwischen komplett ist, so ist die Antwort " ja". Die Oberteile der Getriebekästen hatte ich vom Märklin Service zugeschickt bekommen und selbst eingebaut. Hat aber etwas gedauert und war mit viel Mailverkehr verbunden.
Mechanisch ist das Kroko schon recht solide, auch vom Antrieb her. Die Blindwelle ist kugelgelagert und es sind Messing Zahnräder verbaut. Auch die Metallgestänge machen nicht den Eindruck mechanisch überlastet zu sein. Da geht eher der MFX Decoder in Überlast. Ich nutze es allerdings nur indoor und habe bei Weitem nicht die Laufleistungen wie im Gartenbahnbetrieb.
Grundsätzlich gibt es 3 Dinge, die an dem High End Kroko mangelhaft sind.- Der Sound - wer immer den programmiert hat, hat nie live eine Ge 6/6 I erlebt bzw. gehört oder ist taub. Kuriouserweise gibt es in der Märklin Bibliothek durchaus Fahrsounds die schon wesentlich näher am Original sind.
- Die Entkuppler - entweder abklemmen und per Hand bedienen oder besser gleich die Massoth Ragierkupplungen verbauen.
- Einstellbarkeit Decoder - Wer möchte schon ne überteuerte CS3 kaufen, wenn sich bei Gartenbahn ganz andere Systeme mit Funk Lokhandys bewährt haben. CV Programmierung lässt aber nur bestimmte Parameter-Einstellungen zu, auch die CS3 stößt an ihre Grenzen wenn man die M-SUSI Funktionen ändern möchte. Der Märklin USB Stick und PC Software funzt leider nur bei den Nachrüstdecodern, die werkseitig verbauten Decoder sind alle gesperrt, irgendwie völlig sinnfreie Markteinstellung von Märklin/ LGB.
Leider habe ich bisher noch keine Umbauberichte vom LGB Metall Kroki gesehen, wo der Umbau auf ESU oder ZIMO dargestellt wurde. Bei der sächs. VIIK gab es ja schon kurz nach dem Erscheinen , die ersten umgebauten Loks auf ESU.
Was Ersatzteilversorgung angeht, muss sich auch Märklin an gesetzliche EU Regelungen halten und min. 7 Jahre Ersatzteile vorhalten.
Problem stellt derzeit eher die Zuverlässigkeit der Lieferketten dar.Gruß
RonnyErgänzen möchte ich noch die mit Schraubensicherung verbauten Schrauben der Gestänge, spätestens beim Wechsel der mittleren Treibachse stösst man da auf Probleme.
Manche LGB R3 Weichen mag mein LGB Kroko nicht, komischerweise nur mit Führerstand I voraus.
Bzgl. Umbau:
Ich habe die Umstellung auf Zimo geplant. Lt. Hr. Däppen in Friedrichshafen sind RhB Sounds in 16bit in Bearbeitung für die neuen MS Großbahndekoder.Grüsse
Herby
