RhB Einheitswagen in massstäblicher Länge?
Gartenbahn
Hallo nochmal,
es gab bei Lebu auch einen FO-Wagen. Ich habe den zwar nur auf Photos gesehen, aber der war länger als die Bernina-Lebus.
Ich meine, Andreas, ich hätte mal ein Video von Dir gesehen, auf dem die zu sehen sind.
Ich bin eigentlich noch immer erstaunt darüber, aus wie wenigen verschiedenen Einzelteilen die Lebus bestehen. Da hat sich damals Herr Burgstaller wirlich Mühe gegeben, sie sehr rationell herzustellen. Da war noch viel Köpchchen gefragt, denn jedes weitere Teil hätte die Baukosten nach oben getrieben. Das macht dann heute der 3D-Drucker viel einfacher und demnächst wahrscheinlich auch besser. Selbst Drucke in Metall sind ja in absehbarer Zeit erschwinglich.
Michael
..fällt bei der Ge 4/4 I plus LEBUs nicht so ins Gewicht. Aber bei der 6/6 II stört es ein wenig... Also wenn man davon ausgeht, dass 1:22.5 vs 1:24 jetzt nicht die Welt ist, dann liegt das Problem der "zu kurzen" Wagen daran, dass die meisten Modelleisenbahner von LEBU die kurzen Bernina Wagen erworben haben. LEBU hätte aber auch Stammnetzwagen in der selben Technik anbieten können (ich glaube sogar, einmal ein langer Wagen im Lager von LEBU gesehen zu haben), aber das Problem vom Platz war damals schon bekannt. Deshalb wurden meistens die kurzen Bernianbahn Wagen gewählt.
Trotzdem ist es absolut vorbildlich, wenn man eine Ge 6/6 ll mit den kurzen LEBU Berninawagen kuppelt. Es ist völlig unerheblich wie es aussieht, denn es ist schlicht und einfach dem Vorbild entsprechend!
Andreas
Hallo Michael,
den Lebus kann man gar nichts ankreiden. In den 80ern war R1 angesagt, allenfalls R2. Die 1:24 waren da schon das Optimum. Und die handwerkliche Ausführung ist sowieso vom feinsten, einer der grössten Modellbahnhändler in München hatte Anfang der 80er immer einen Lebu auf Holzkiste im Schaufenster, so um 750DM (Stainz ~200DM), also jenseits des Budgets. Selbst wenn die Werkzeuge noch vorhanden wären (für die Alu-Strangprofile) ist der Rest ein hoher Teil von Handarbeit (u.a. Ausstanzen der Fenster, Zusammnsetzen Drehgestelle mit Primär- und Sekundärfederung). Das wäre sicher in der Preisklasse von Messinghandarbeitsmodellen anzusiedeln.
Also für mich wäre ein guter Kompromiss, Wagen in Kunsstofftechnik à la der Spur 0 und I Modelle von KMS.
Grüße
Herby
Hallo Herby,
das mit der Wagenlänge stimmt. Es sieht etwas störend aus, wenn die Lok länger ist als die Wagen. Fällt bei der Ge 4/4 I plus Lebus nicht so ins Gewicht. Aber bei der 6/6 II stört es ein wenig. Das ist aber auch das einzige, was man den Lebus ankreiden könnte.
Weiß keiner, was aus den Werkzeugen zur Lebu-Herstellung geworden ist. Ich weiß auch gar nicht, ob der Hersteller Herr Burgstaller noch lebt ???
Wenn die Werkzeuge noch existieren, wäre es ja kein Problem, daraus längere Wagen herzustellen.
Gruß
Michael
Hallo,
also ich wäre sofort Abnehmer für maßstäbliche Schnellzugwagen. Bzgl. Kurventauglichkeit: Die maßstäblichen MEW von Kiss (76cm) gehen auch durch R1, auch nach Umrüsten auf Kupplix. Es dürfen halt keine Weichenlaternen, Pfosten näher als 15 cm an der Strecke sein und Gegenverkehr auf einem R1/R2 Abschnitt ist nicht möglich. Und es schaut nur gequält aus und den Preiserleins im Überhang der Kurve wird nur schlecht...
Diese Wagen sind optimal im Freien auf R3 und mehr ab Bahnhofslängen von 6m. Ich störe mich immer an der Optik, wenn hinter einer Ge 6/6 II kürzere Schnellzugwägelchen von LGB laufen.
Grüße
Herby
Für mich müssen die Radien gross sein. Bin froh, dies ziemlich konsequent gemacht zu haben an meiner bescheidenen Anlage. Die Züge kommen sehr gut zur Geltung so. Unter R3 sollte eigentlich nichts sein.
Ja interessiert, Mindestradius ist 1500mm. Solche Vierachser sehen auf Radien unter 1200mm einfach be.....scheiden aus, egal ob die das schaffen oder nicht. Aus meiner Sicht; hoch detaillierte Modelle, im beinahe perfekten Massstab, auf solchen Radien (unter 1200mm)? Die ganze Sache sinkt sofort in den Spielzeugbereich ab d.h der Gesamteindruck leidet über alle Masse. Aber jedem das seine. :laugh: :laugh:
**Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada
RhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war. Ausserdem alles nur Adhäsionsbetrieb **
Also R1 muss nun wirklich nicht sein, aber R2 ist bisweilen noch ein guter Kompromiss, vor allem wenn man LGB's DKW benutzt, die vom Radius nun mal R2 entspricht, also 750-760mm Radius.
Das ist auch was Stephan Flück's Tiefgangwagen so gerade noch packt, der längste Wagen den ich besitze. Und dafür ist schon eine seitenverschiebbare Kulisse notwendig....
Ansonsten gilt für mich wie immer, lieber den Hersteller 200 EUR mehr verdienen lassen, als die Arbeit (tunen etc.) selber machen. Die Zeit kann man besser mit Fahrbetrieb gestalten. :)
Grüße
Michael