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Betrieb (viel Betrieb)

H0m

  1. Je nach Grösse der Anlage, Ambitionen, Thema und Interesse des "Personal" ( Freundeskreis) können Betriebs-/Fahranlässe mit einigem Aufwand verbunden sein. Vor der Anschaffung eines Computers (erst 1992) war die Erstellung der Unterlagen noch etwas aufwändiger.

    Jedem Lokführer nicht nur seinen Zug, Dienstfahrplan lag auch bereit. z.B. dieser für Schnellzug 165, mit den GEX Wagen ganz vorne und dem Speisewagen am Zugschluss.

    Der ist übrigens noch aus der Zeit vor der Anlagenvereinfachung, als Vollbetrieb noch mit mehr als 12 Leuten stattfand und das Kuchenbacken noch mehr Zeit beanspruchte. ;) :laugh:

    So wild wird es nie mehr werden, denn der Computer vereinfacht die Sache und die Anlage im Garten ist viel kleiner.

    **Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada

    RhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war. Ausserdem alles nur Adhäsionsbetrieb **

  2. Und gefahren wurde mit Selbstbau-Fahrgeräten; die Cabs hatten "Memory" d.h. Stecker raus ... Zug fährt weiter ... bei der nächsten Station Stecker rein ... alles Bestens. Die unterschiedlichen DIN-Stecker verhüteten Verwechslungen.

    und angepassten R/C Geräten

    Über die Jahre wurden die Handregler von 5 Druckschaltern auf drei Kippschalter abgespeckt. Der Notbrems-Kipper - auf der Seite - mauserte sich auch zum "verzögerte Bremsung"-Schalter durch. Also Notstop - Bremsen gelöst - sanftes Bremsen.

    Für Leute die an "Kippschalter-Allergie" litten wurde die Poti-Version entwickelt.

    Analog und HOm bot vor Jahrzehnten schon einige Möglichkeiten, aber nicht nur im Fahrgeräte-Selbstbau. ;) :)

    **Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada

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  3. Noch ist es ziemlich locker

    nicht mehr ganz so locker.

    Wie stands mit dem Rollmaterial? Genügend (aber nicht mehr!) um den Betrieb abzuwickeln.

    **Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada

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  4. Die Situation in Chur? Immer sehr geschäftig! Ausser den Filisur-Davos Zügen kam alles da durch! Damit die zwei Stellwerker — einer für den Personenbahnhof, ein zweiter für Vorbahnhof/Abstell und die Remise — nicht aus dem Takt kamen wurde eine Liste mit den entsprechenden Informationen in Bezug auf Ankunfts-/Abfahrtszeit und Gleis erstellt.

    Zeitaufwand? Viele der Knacknüsse wurden auf den langen Trainingsläufen gelöst. :S

    **Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada

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  5. Chur und Filisur hatten nur "Durchgangsverkehr", ausser es sei denn der Fahrdienstleiter klebte einen handgeschriebenen Frachtzettel in den Dienstfahrplan. :lol:

    In Sils waren ein Kieswerk, die Fliri Möbelwerke (Graubündenkundigen nicht unbekannt!) Sägewerk Jakob Berger (auch bekannt) und der Güterschuppen zu bedienen.

    In Alvaschein (freelanced) war eine Holzverladeanlage, die Zementsilo und der Güterschuppen.

    Tiefencastel hatte den Schuppen, Freiverlad mit Bockkran, das Lagerhaus und die Zementsilo.

    Surava mit Zeughausanschluss, Baustoffwerke und Schuppen komplett mit dem anschliessenden Freiverladegleis (Bockkran)

    Alles in den Karten. :woohoo:

    "Gefunden" wurden all die Dias im "Vorrat" und erstellt wurde die Reihe als Einführungs-Diavortrag für's Personal und bei Gruppentreffen.

    Bearbeitet von RhB_HJ am 04.09.2016, 23:54

    **Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada

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  6. Die Angaben von wo und nach wohin waren auf der Rückseite zu finden.

    Blau für die Ausgangsstation und rot für die Zielstation. Das jeweilige Bestimmungsgleis war auch aufgeführt und wer die Karten wie beim Jassen mischte durfte am Empfangsort dann etwas mehr denken. ;)

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  7. Ja, die Wagenkarten :blink: :unsure: hielten Zugführeraspiranten auf Trab. Bei jeder Station waren die Einrichtungen vorhanden um den Dienst zu erleichtern — ja doch, WC gab es auch, aber das war im Haus. :P Also eine praktische Ablage unmittelbar unter dem unterteilten Kasten aus und in den man die Karten verteilte.

    Das sind die Vorderseiten der Karten von Zug 5105.

    Wagentyp, Transportzuteilung etc.

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  8. Doppelgenäht hält besser, vorallem für die Güterzüge. Nebst dem Dienstfahrplan wurde dem Lok-/Zugführer auch noch ein Bündel Karten mitgegeben. Zuoberst auf dem Stapel mit der Klammer die Lok, in diesem Fall die 703. Das mit den Karten betraf aber nur die Güterzüge. Das Kartensystem war für den Wagenumlauf, vor dem Aufkommen von den Computerprogrammen, eine beliebte Methode. Unseres wurde den Gegebenheiten auf unserer RhB angepasst.

    Die blauen und roten Steckfahnen hatten es in sich. ;) :)

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  9. Der Frühzug 116 (Halt auf allen Stationen!) im Albulatal fuhr anno dazumal ab Filisur — der Spätzug 187 endete auch in Filisur. Welche Wagen eingereiht sind steht beim Vorbild natürlich nicht auf dem Dienstfahrplan, für den Modellbetrieb ist das aber praktisch.

    In Surava fand die erste Kreuzung statt; Schnellgüterzug 5105 war der erste Zug der sich ab Untervaz auf den Weg nach Süden machte — Ganzgüterzug mit Zement.

    Bearbeitet von RhB_HJ am 04.09.2016, 22:50

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  10. Und der Fahrdienstleiter (verantwortlich für das ganze Geschehen) hatte auch einen entsprechenden Plan. Der wurde nach "Crews" (Lok- und Zugführer) eingeteilt, Zugführer meist nur für die Stücker.

    Der Fahrdienstleiter durfte auch "Gott" spielen und die Zeit stehen lassen, wenn wieder mal "Unvorhergesehenes" lief - anstatt den Zügen. Zeitraffung war 4:1, wie das umgesetzt wurde sieht man in diesem Video.

    **Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada

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  11. Beim Personal gab es die unterschiedlichsten Typen, von den frühen 20er bis zu den frühen 70er, die nicht alle die gleichen Betriebserfahrungen hatten. Von Berufseinsenbahner bis .... dementsprechend wurde der Dienstfahrplan verteilt.

    Für die weniger Geübten war bei jeder Station ein Ausschnitt des graphischen Fahrplan prominent an der Beleuchtungsabdeckung, über dem Stellpult, angebracht. Da konnte man sich selbst als Kibitzer orientieren was läuft (oder laufen sollte).

    **Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada

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