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H0

Fleischmann H0 60er-Vintage

11 BeiträgeZurück zum Thread
  1. #1 · Becker Michael 01.04.2020, 13:11

    peha schrieb: ...Gleichstrom und Wechselstrom hießen damals noch Fleischmann und Märklin - einfacher konnte man die Elektrizitätslehre nicht erklären!..

    Das kenne ich aber anders, zu meiner Kindheit war Gleichstrom TRIX (-EXPRESS) und Märklin die "Zahnradbahn" wegen dem PuKo.

    Ätsch, wir TRIX-EXPRESS Fahrer hatten auch drei Schienen, konnten aber einen Zug mehr fahren als die Märklinisten.

    Dafür fur die Märklin-Lok schneller wenn man die Feder vom Umschalter aushängte und beim Trafo halt Umschalten drückte..... ;)

    Lange her,

    Grüße aus dem home-office…. :)

    Michael

  2. #2 · RhB_HJ01.04.2020, 17:17

    Die WESA Bahn aus den frühen 50er Jahren wurde mitte 60er an einen Cousin weiter gegeben.

    WESA? Quasi 1:100 auf 13mm Spurweite und zuerst noch Wechselstrom — das ganz alte Material das in den 40er Jahren hergestellt wurde mit manuellem Richtungswechsel an den Loks.:ohmy: Dann erst kamen die ersten Gleichstromloks.

    1:100 wäre doch ein ganz normaler Massstab.;)

  3. #3 · Hanses Peter01.04.2020, 18:48

    Die Wesa Bahn war bei uns, zumindest in NRW und zu meiner Zeit unbekannt, lediglich Trix hatte zu meiner Zeit einige wenige Liebhaber.

    Fast mutet das ganze an wie die Schlacht um das richtige Video Format - VHS, Video2000, Betamax … wer erinnert sich noch?

  4. #4 · Hanses Peter01.04.2020, 19:26

    Das ist sie, meine allererste Lokomotive, die auf einem Gleisoval mit drei Güterwagen ihre Runden drehte:

    V60-1.jpg

    27,50 DM kostete die Lok, so wie im Katalog von 1962/63 abgebildet.

    V60-3.jpg

    … den ebenfalls analogen Katalog von damals habe ich mir noch einmal besorgt - das Original hat die 57 Jahre nicht überlebt …

    V60-4.jpg

    Eine wunderschöne Lok, mit der man sehr sorgfältig umgegangen ist.

    Die Fahrzeuge wurden damals auf der Unterseite gestempelt, so kann man das Herstellungsdatum des Modells bestimmen. Hier ist es die 1/2, was soviel wie die erste Kalenderwoche im Jahr 1962 bedeutet.

    peha

    Anhänge

    V60-1.jpg V60-3.jpg V60-4.jpg

  5. #5 · Hanses Peter01.04.2020, 22:10

    Für den ersten Gleisplan brauchte es keine großen Ideen, ein einfacher Rundkurs mit einer Weiche und einem Abstellgleis sorgte für einen Fünfjährigen mit zwei Zügen für einen ausreichenden Fahrbetrieb. Jedenfalls gab es schon eine erste elektrische Weiche und ein Lichtvor- und Hauptsignal, mit dem zumindest ein Zug zeitweise zum Halten gebracht werden konnte.

    Gleisplan M105.JPG

    Gefahren wurde im Uhrzeigersinn, das Signal befand sich auf dem Hauptgleis unmittelbar vor der Weiche, das Vorsignal hatte rechts vom Gleis seinen Platz in der Innenkurve davor.

    Erst zwei Jahre später bekam ich wiederum zu Weihnachten das bekannte Fleischmann Gleisplanheft M3, das künftig den Phantasien für einen weiteren Ausbau freien Lauf ließ.

    GleisplanheftM3.JPG

    peha

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    Gleisplan M105.JPG Gleisplanheft M3.JPG

  6. #6 · RhB_HJ02.04.2020, 04:22

    Fand ein Bild meiner damaligen Anfangspackung

    Die etwas Filigranere rechts im Bild. Gleise? Nur ein Oval, da man ja ausprobieren musste ob die auch am Berg zieht unterlegte mein Pate ein dickere Tafel Schokolade (Maestrani). Das war also der Anfang von meiner elektrischen Bahn. ;)

  7. #7 · Andreas Cadosch 02.04.2020, 07:33

    Wer erinnert sich noch an VHS, Video2000, Betamax …??

    ICH, war damals wie Heute ZIMO ESU, Massoht...

    Wir hatten Betamax. Eine Super Maschine. Das beste Bild aller Zeiten. Aber schlechter in slomo und Standbild als VHS. Damals hiess es, von den dreien wird sich als Standart durchsetzen, wer zuerst 1000000 Geräte verkauft. Das Rennen machte dann aber nicht das beste Bild, sondern mit Unterstützung der Pornoindustire VHS, die brachten die ersten Videokassetten in VHS, das bis heute schlechteste Format.

    Betamax stammt von den Professionellen U-Matic Maschinen, ab die die meisten TV Anstalten für ihre Studios verwendeten. 1/2 Zoll Band, aber mit der U-förmigen Kopfumwicklung des Videobandes. Das Band blieb auch beim spulen um die Kopftrommel gelegt, bei VHS wurde das Band jedesmal zurück in die Kassette gefahren, dann gespult und für die Wiedergabe wieder um die Videotrommel gelegt.. aber es gab eben Pornos.

    SONY-SL-7EC.jpg

    Der SONY SL-7 EC wäre immer meine Wunschmaschine gewesen, aber wir hatten dann den SONY SL-9C STEREO

    SONBY-SL-9C.jpg

    Sorry, hat mit WESA nicht viel zu tun, aber ich darf das.. :laugh:

    Andreas

    Anhänge

    SONY-SL-7EC.jpg SONBY-SL-9C.jpg

  8. #8 · Hanses Peter02.04.2020, 10:55

    Dieses Thema bringt offensichtlich Klarheit für die Entscheidungshilfen der damaligen Zeit … :laugh: … zumindest was das Videoformat angeht blieben die Beweggründe dafür bis heute "standhaft" …

    peha

  9. #9 · RhB_HJ02.04.2020, 18:17

    Bei der Entscheidung zu welcher Bahn handelte meist das Familienoberhaupt ganz souverän. :dry: :dry: Ich hatte aber das Glück dass mein Vater an solchen "Nebensächlichkeiten" nicht weiter interessiert war. Aber auch dafür war ich dankbar; stationäre Echtdampfmaschine mit Zubehör, Elektro-Experimentierkasten etc. etc. alles zum selber ausprobieren. So lang nichts in die Luft flog war alles bene.

  10. #10 · Hans Beat Schweizer27.06.2020, 13:56

    Auch ich habe mit Fleischmann angefangen! |Eine V200, zwei italienische Personenwagen (Bausaetze) und ein TEN-Schlafwagen waren meine Schaetze. Irgendwann gingendie Teile an ein anders Famielenmitglied und ich bekam dafuer eine TRIX-EXPRESS Anfangspackung, die noch mit CO-OP Praemienfahrzeugen einfachster Ausfuehrung ergaenzt wurden. Die Fragmente habe ich einem Sammler ueberlassen, der die Dinger hegt und pflegt. Mein bescheidener Rest-H0-Rollmaterialpark besteht aus Jouef, Roco, LIMA, SAM, Frateschi. Kaum mehr in Betrieb...

  11. #11 · Hanses Peter10.08.2026, 15:12

    Was wird in diesen Tagen unter dem Titel "Home-Office" nicht alles möglich. Vielen arbeiten so lange wie und wo möglich von Zuhause aus. Für andere werden die digitalen Kontakte - hier sind jetzt nicht Zimo & Co gemeint - wie Telefon, Fernsahen Skype und alle artverwandten Unterarten zur nahezu einzigen Verbindung zur Außenwelt. Manche nutzen die Zeit dazu, Garage, Werkstatt oder Keller aufzuräumen. Vieles, was man mit erfüllter Freude über viele Jahre erwartungsvoll in die eigenen vier Wände getragen hat, versucht man nun loszuwerden - eine Meisterleistung in Zeiten geschlossener Läden und Wertstoffhöfen.

    Ich habe mich entschlossen, den bisher wenig beachteten Dachboden wieder zu entdecken, nicht ohne den hinterhältigen Gedanken an den Ausbau zu meinem ganz persönlichen Kinderzimmer. Fast schon geheimnisvoll stoße ich dort auf in Kisten verpackte Unterlagen aus Schul- und Studienzeiten, Plüschtiere und einen über alten Kaufladen, der noch vor fünfzehn Jahren meinen Kindern zu Weihnachten große Freude bereitete und sie auf das wahre Leben vorbereitete.

    In einer dieser Kisten vermutete ich meine alte Fleischmann H0 Eisenbahn, die mir meine Eltern zu Weihnachten 1962 in unser damaligen kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung schenkten. Wir hatten Sie zum achtzigsten Geburtstag meines Vaters noch einmalaufgebaut, in der Hoffnung es würde in ihm noch einmal seine Leidenschaft für die Eisenbahn wecken. Schließlich war er es, der mich vor 57 Jahren mit einem ersten Kreis und einer Weiche dafür begeistern konnte. Er selbst war diesem Arbeitgeber Bahn über vierundvierzig Jahre bis 1987 treu geblieben.

    Zwei große Kisten, flüchtig mit "Fleischmann Solingen" beschriftet, finden sich erst, nachdem alles andere beiseite geschoben wurde. Ich hatte mich erst spät dazu entschieden, und da der Dachboden auch nach 23 Jahren noch immer über keine fest installierte Beleuchtung verfügt, erblickte ich den Inhalt im Schein einer Handlampe. Das Gewicht der beiden Kisten verriet schnell, in welcher sich die begehrten und vermuteten Loks und Wagen befanden, alles aus den frühen Sechziger Jahren und alles in Originalverpackung.

    Ein zweites oder vielleicht drittes Mal schlug das Kinderherz wieder höher, als ich als erstes meine V60 mit der alten Fleischmann Nummer 1380 vorsichtig aus der Verpackung zog.

    Ich erinnere mich noch genau, dass meine Schulkameraden damals alle eine Märklin Bahn hatten, und ich an den gemeinsamen Spieltagen mit meinem rollenden Material nichts anfangen konnte. Was der Grund war, konnte ich mir irgendwann nur mit dem Kurzschluss erklären, welchen die Märklin Loks auf meiner Anlage damals immer auslösten, welche die rote Leuchte am Trafo auslösten. Gleichstrom und Wechselstrom hießen damals noch Fleischmann und Märklin - einfacher konnte man die Elektrizitätslehre nicht erklären! Noch heute weiß ich genau die Frage, die ich meinem Vater damals stellte: "Papa, warum haben alle anderen eine Märklin, und nur ich hab eine Fleischmann?" … und mein Vater antwortete mit dem Satz, der mich überzeugte: "... weil die richtige Eisenbahn auch nur zwei Schienen hat!" Dieser Satz ist mir nie aus dem Gedächtnis entschwunden.

    Ich möchte den Lesern an dieser Stelle mit Bildern und Zeitdokumenten der Modellbahn zeigen, was in meiner damaligen Zeit an Modellbahnen vorhanden war. Es ist nicht nur ein wichtiger Teil meiner Kindheit, sondern auch ein Stück Modellbahn Geschichte - vom Blechspieltzeug über Zinkdruckguss zum Kunststoffmodell, von Häusern aus Gipskarton, und einem Trolleybus, der taumelnd brav sein Runden drehte.

    In einzelnen Berichten werde ich Fotos und andere Einzelheiten zu dem Thema einfügen.

    Willkommen in der guten Kinderstube ! :)

    peha