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Verschmutzte Räder

Gartenbahn

  1. Man kann heute nach allem googeln. Zum Thema "Verschmutzte Räder im Garten" finde ich wenig Nützliches.

    Schienen sind sauber geputzt. Edelstahlgleis ist besser als Messing, alles klar. (Ich werde jetzt aber nicht meine gesamten Messingschienen gegen Edelstahl-Gleis austauschen.)

    Nebel im Herbst oder Blütenstaub im Frühling setzt sich rasch auf den Schienen fest, ganz zu schweigen vom klebrigen Saft des Fallobstes in unserem Garten.

    Schmutz überträgt sich da ganz schnell auf die Räder. --> Stromabnahme verschlechtert sich --> Es bilden sich kleine Funken zwischen Schienen und Rädern --> Laufflächen neigen zum Verzundern.

    Nun stelle ich aber fest, dass es himmelweite Unterschiede selbst zwischen Edelstahlrädern gibt. Als Beispiel nenne ich die Edelstahl-Austauschachsen von Digitoys für die Ge 4/4 II/III. Mit denen kann ich gefahrlos auch bei widrigen Verhältnissen Runden drehen, ohne dass sie Schmutz ansetzen. Im Gegensatz dazu die Edelstahl-Antriebsräder des Neule-Allegras. Dieser Zug hat den LGB-Fahrzeugen gegenüber eine mindestens so einwandfreie Stromabnahme eingebaut. Trotzdem verschmutzen die Allegra-Räder extrem schnell.

    Woran kann das liegen? Wie kann man dem entgegenwirken?

    Jemand sagte mal, dass die Legierung des Edelstahls einen grossen Einfluss auf das Verschmutzen der Räder habe. Das wäre dann eine Tatsache, wogegen man nichts tun kann.

  2. Hallo,

    mein Triebwagen hat keine Haftreifen, weil ich an allen vier Achsen die kugelgelagerten Stahlräder von Digitoys habe. Ebenfalls kommt ein Verschleiß der Kohlen nicht in Frage, weil er eben aufgrund der genannten Probleme kaum zum Einsatz kommt, keiner will sich mit ihm ärgern. Sehr wohl sind aber die Schienenschleifer ausgebaut, genauso wie bei den Loks. Mein Verdacht geht wohl in die Richtung der "bretterharten Auflage". Diese Behauptung stimmt jedenfalls. Natürlich habe ich die Getriebedeckel getauscht gegen jene mit dem Steg in der Mitte. Der Grund lag darin, dass der Abe gleich bei seiner Jungfernfahrt in einer sehr großzügigen Kurve bei perfekt verlegten Schienen entgleist ist, und bevor der Strom abgeschaltet wurde, zwei unschöne Dellen in die Schienen gefräst hat. (Damals noch mit originalen LGB Rädern. Natürlich kann von Dreipunktlagerung keine Rede sein, das gilt aber auch für die Ge 4/4 III, die problemlos fährt, auch ohne Schleifer. Haben die späteren Serien des Abe eine Dreipunktlagerung bekommen? Kennt jemand den Grund, warum LGB die bei der Ge 4/4 II so praktische Dreipunktlagerung bei den später konstruierten Modellen nicht mehr angewendet hat?

    Die Idee mit den Pufferelkos habe ich schon lange, habe es aber wegen dem relativ komplizierten Zusammenbauen des Abe bislang auf die lange Bank geschoben.

    Nikola

  3. Hallo Nikola,

    eine Idee habe ich noch. Hast Die die LGB-Schleifer ausgebaut? Bei den sehr kurzen ABe-Getrieben sind die nötig, vor allem weil (meine Modelle jedenfalls) die ABe ZWEI Haftreifen haben, in jedem Getriebe einen.

    Also:

    • Schleifer kontrollieren

    • Kohlen kontrollieren wie Ernst gesagt hat.

    Wenn Dein ABe noch umgebaut werden musste (die Drehmomentstütze) ist er sehr alt und da sind die Kohlen tatsächlich ein Thema.

    Außerdem führen diese Drehmomentstützen (der zusätzliche Bügel hinter dem Drehzapfen) zu einer brettharten Auflage der Getriebe, da ist nix mehr mit Dreipuntklagerung.

    Viele Grüße

    Michael P.S: meine ABe (alle 4) bleiben nicht stehen, auch nicht auf R3 Weichen. Die haben Schleifer und je einen 10.000uF Buffer am Onboard-Dekoder bekommen. Das wirkt Wunder.

  4. Auch ich habe es mit einem Rätsel zu tun Hallo Nikola Auf deinen Beitrag hin habe ich heute einen ABe auf nebelfeuchten und ungereinigten Schienen Runden drehen lassen. Eine übermässige Verschmutzung stellte ich trotzdem nicht fest. Wobei: Verschmutzte Räder > Schlechte Stromabnahme > Verzundern durch kleine Funken.

    Vor Jahren habe ich systematisch alle LGB RhB-Vierachser mit vier Stromabnehmerachsen ausgerüstet. Das hat die Störungen und damit den Reinigungsaufwand enorm verringert.

    Eigentlich kann ich mir nur noch vorstellen, dass es bei dir abgenutzte Stromabnehmerkohlen gibt oder im Getriebe irgendwelche Andruckfeder-Brücken ihren Dienst nicht versehen. Aber bestimmt hast du das alles schon 1000x überprüft und durchgemessen. Dann bleibt > ... für diese Phänomen keine Erklärung.

  5. maram schrieb: :) Hallo, ..... Ein in der Maschienebauindustrie tätiger Gartenbahnkollege hat mir die beiden Bürstenträger besorgt. Halterung und Stromversorgung dran,fertig. :)

    Nach so etwas suche ich schon lange, leider vergeblich :(

    Michael

  6. :) Hallo, seit Jahren bei mir erfolgreich im Einsatz: Zwei Messingbürstenstreifen, werden digital oder analog mit Strom versorgt und haben bislang sehr gute Dienste geleistet. Die eigentliche Idee stammt vom Bereich Spur HO und Spur N. Abfallprodukte der Maschinenbauindustrie auf 45mm Breite gebracht und sehr praktisch in der Anwendung. Man kann die Lok mit verschmutzten Rädern auf diese Messingbürstenstreifen stellen und digital oder analog mit Fahrstrom versorgen. Manche Loks muss man auch mit den Händen halten und der "Anpress-Druck "wird so gut gesteuert. Aber ich muss dazu sagen, dass ich diese Radreinigungshilfe sehr selten in Anspruch nehmen muss, da ich ja fast täglich fahre und in der Woche über so 1-2 mal die Schienenreinigungslok die Messing-Schienenköpfe polieren lasse. Dabei wird der dort angesammelte Scmutz/Staub etc bereits sehr gut entfernt. Und so sieht meine Radreinigungshilfe aus:

    Diese Messingbürsten sind nicht ganz starr, machen also keine riefen etc in die Achsen

    Ein in der Maschienebauindustrie tätiger Gartenbahnkollege hat mir die beiden Bürstenträger besorgt. Halterung und Stromversorgung dran,fertig. :)

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    IMG_0684.JPG

    Bearbeitet von Küster Manfred am 07.10.2013, 14:46

    **Viel Bahnspass Manfred Filme von und über meine Bahn: **http://de.youtube.com/Kreuzhofbahner

  7. Auch ich habe es mit einem Rätsel zu tun: Während die Ge 4/4 II und Ge 4/4 III mit Digitoys Edelstahlrädern absolut problemlos fahren, bleibt der LGB ABe Triebwagen des öfteren stehen, obwohl er ebenfalls mit Digitoys Achsen ausgerüstet ist. Das Gewicht beider Fahrzeuge ist vergleichbar, ebenfalls deren Länge und die Anzahl der stromabnehmenden Räder. Und im Gegensatz zu der Ge 4/4 II hat die III auch keine echte Dreipunktlagerung. (Der ABe natürlich auch nicht) Der Triebwagen wurde mit dem LGB Umbausatz umgebaut so, dass die Fahrgestelle in der Mitte anliegen, damit sind alle Achsen gleich belastet. Alle Fahrzeuge haben den gleichen Typ vom ZIMO Decoder. Ich habe für diese Phänomen keine Erklärung. Nikola

  8. Von Liliput gab es in H0 mal einen Kesselwagwen mit Putzflies drunter, der sich selber aus dem Tank mit Petroleum tränkte. Sowas wäre in IIm toll, habe ich aber noch nicht gefunden. Und selberbauen....?

    Manchmal tränke ich die Reinigunsgummies unter dem LGB-Gerät, aber das reicht nicht lange.

    Überhaupt sind professionelle Reinigungssysteme in IIm sehr rar, auch auf der Messe in Nürnberg. Der Putz und Saugerwagen, der seit Jahren dort gezeigt wird, ist irgendwie nie lieferbar.

    :(

    Michael

  9. Ach ja, das mit den matten Stellen ist nicht schlimm, solange es kein Zunder ist, also Zerstörung der Oberfläche durch Einbrennungen. Das Matte dürfte Messingabrieb sein, der oxidiert.

    Das schlimmste in Beziehung auf Schmutz sind Nacktschnecken, wenn man eine überfährt. Sofort reinigen, das Zeugs ist getrocknet kaum noch abzubekommen.

    Ein Regenguss genügt auch schon, um die ganze Strecke mit feinsten Sand/Staubpartikeln zu bedecken, die nicht mal sichtbar sind. Man hört es aber, wenn man Wagen mit Metallrädern drüberschiebt, ein leichtes Rumpeln. Drei Runden mit den guten alten LGB-Schienenreiniger unter einem 300m Wagen und dann ist es weg, am Besten als geschobener Zug mit einem 4-achser vorne.

    Wenn's in den Kurven zuviel kreischt (z.B. bei der Oerlikoner Starrrahmenlok) einmal auf Knien um die Strecke herum (wie Andreas) und mit einem Petroleum-getränkten Lappen alles abwischen, das genügt auch zur leichten Schmierung und das Kreischen ist weg. Auch das sind feinste Partikel an der Innenseite des Schienenkopfes. Klingt aber grausam als wäre die Lok hinüber.

    Da sind so meine Rezepte vor jeder Fahrt, am Besten jeden Tag so man einen geregelten Feierabend hat und schönes Wetter... ;)

    Michael

    Bearbeitet von Andreas Cadosch (Mod) am 06.10.2013, 12:48

  10. Hallo Andreas

    Für die Gem muss ich diese Woche mal einen Ausflug nach Wilen machen. Ich war noch nie dort. ;) Hoffentlich ist in dem Laden nicht zu viel ausgestellt, was auch noch nice to have wäre...

    Wie muss ich mir das bei der BRAWA vorstellen? Stellst du sie für den Bandagenservice auf einen Rollenprüfstand oder auf den Kopf?

    Gruss Ernst

  11. Fremdeinspeisung Gem, aus Kompatibilitätsgründen als STOCKO-2pol gehalten, analog zur LGB-Steckdose an der man LGB Loks auch einspeisen kann und darf!

    hier sieht man deutlich die Riefen in den Laufflächen durch fehlendes Polieren:

    Grüße

    Michael

    Bearbeitet von Becker Michael am 06.10.2013, 10:55

  12. Gem ist mit Digitoys Lokliege überhaupt kein Problem.

    Bei der BRAWA G 4/5 den Tender mechanisch Abkuppeln und über die elektrische Verbindung die Lok antreiben. Geht auch Tip Top.

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    lokliege.jpg

    Bearbeitet von Andreas Cadosch am 06.10.2013, 09:57

  13. Die Loks kurz aufs Dach drehen, Strom an Schleifer oder Extrakabel, Reinigungsgummi ansetzen. Bereit zum Fahren.

    Einige Loks widersetzen sich diesem einfachen Vorgehen, allen voran die BRAWA. Die lässt sich nicht innert nützlicher Frist auf den Kopf stellen, geschweige denn die Räder elektrisch in Bewegung zu setzen. Auch die Gem benötigt mehr Aufwand, um sie kopfüber zu parken.

  14. Sauber Räder und saubere Schienen sind auch bei mir das A und O eines gediegenen Fahrtages. Vor jeder Fahrt bekommt die Anlage eine Schliff mit dem Schienenreinigungsgummi (auf allen Vieren rund um die Anlage). Wer meint, das nütze die Schienen ab, kann ja mal auf einem Reststück Edelstahlschiene versuchen 1/100mm mit dem Schienengummi abzuschleifen! (Da bist Du lange dran). Ich bringe kaum Walzspuren von der Produktion, an einem Ort der Anlage, mit der Feile aus der Oberfläche, dann wird der Schienenreinigugungsgummi auch nicht viel ausrichten können.

    Weiter bekommt jede Lok, vor jeder Ausfahrt aus dem Depot, Pediküre an den Füssen. Jedes mal "überdrehe" ich kurz die Laufflächen mit einem ROCO Clean Gummi. Dafür sind die meisten Loks mit Fremspeissteckdosen ausgestattet. Bei Loks mit Digitoysachsen, denen die Schleifer entfernt wurden, kann man die Bananenstecker in die Aufnahme der Schleifer stecken. Sonst Krokodilklemmen dran und am Schleifer anbringen. Diese Massnahmen garantieren mir einen ganzen Fahrtag ohne Kontaktprobleme, aber am Abend sind die Räder wieder schwarz. Bei KISS Spur 1 Loks sind ESU Decoder mit Energiepuffer eingebaut, diese Modelle sind in der Lage mit "kohlenschwarzen" Rädern zu fahren, ohne dass man von den Verschmutzungen nur das geringste bemerkt.

    Die Wagen lasse ich meistens sein, es besteht vermutlich die Gefahr, dass Schmutz von den Radflächen der Wagen wieder auf die Schienoberfläche kommt, aber dieses Risiko gehe ich ein. Auch eine Umstellung auf Akku käme mich nie in Frage.

  15. Einige (Wagen-)Stahlräder haben feine Längsrillen, denen mit Polieren nicht beizukommen ist.

    Die Laufflächen der HESGA- und Digitoysräder sind beide an sich sehr glatt. Es fällt aber auf, dass auf den HESGA-Rädern durch das Rollen schnell wieder matte Spuren entstehen.

    Ist halt vielleicht wirklich eine Frage der Stahllegierung bzw. der Härte des Stahls.

    Zum Reinigen oder Polieren verwende ich ein dremelartiges Gerät mit entsprechenden Einsätzen. Damit lassen sich auch Laufräder reinigen, wenn man sie beim Arbeiten von Hand bremst.

  16. Hallo Ernst,

    bei mir ist es abhängig davon, wie gut überdreht die Räder sind, d.h. wie rauh die Oberfläche ist. Meine Gem's verschmutzen viel schneller als die alten 4/4 und 6/6 von KISS.

    Daher habe ich Buchsen für "Fremdeinspeisung" eingebaut, Lok in die Schaumstoffliege, Strom an die "Nabelschnur", und Reinigngsgummi auf die Räder. Anders geht es nicht oder nur sehr mühsam.

    Hast Du in dieser Richtung etwas beobachtet? Die hochwertigen Digitoys Achsen haben sicher super-polierte Radlaufflächen bei ihrer Güte.

    Grüße

    Michael

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