Nichts geht mehr...
Gartenbahn
Hallo, nach nur etwas mehr als einem Jahr ist die erste meiner Weichenlaternen ausgefallen.
Für mich ist es aber vor allem die Erkennnis, LED sind NICHT wetterfest wie allgemein angenommen wird.
In diesem Falle ist Feuchtigkeit über die Beinchen in das Gehäuse diffundiert und hat den Kristall zerstört, Silizium ist ja stark hygroskopisch.
Der Dreck ist nur Nebensache, ich habe jetzt zwar eine Version gemacht, wo ich mit Heißkleber die LED bis zum unteren Rand eingeklebt habe, aber ob das hält kann ich erst im nächsten Jahr sagen.
Wegen zunehmender Probleme mit den Antrieben werde ich aber die Weichenlaternen ausklinken, eigentlich schade, mit der LED-Beleuchtung konnte ich im Dunkeln danach fahren, aber die Dinger rauben dem Antrieb bei geringster Verschmutzung soviel Kraft, das die Weiche unzuverlässig umläuft oder gar ganz klemmt.
Das ist der immensen Übersetzung geschuldet, die aus der linearen Bewegung der Stellstange eine Drehbewegung mach(en soll)t ....
Schade, sah unheimlich gut aus Abends. :(
Grüße Michael
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veni schrieb: Hallo,
interessanter Tipp mit der Vaseline! Aber gibt es dabei nicht das Problem, dass sich darin Staub bzw feiner Dreck drinnen im Gehäuse des Amtriebs sammelt, der ansonsten mit dem Wasser wieder abfließen würde??
Nik
Hallo Nik, Meine Erfahrung ist, es fließt zwar das Wasser ab, der Dreck bleibt aber leider drin....
Also besser gleich alles draußen lassen. Bei mir kommt "Hanglage" des Beetes hinzu, wie man an der Weichenlaterne sehen kann. Alles wird reingespült.
Ich habe nur 8 Weichen und tausche daher im Frühling die EPL-Antriebe gehen einen Reservesatz aus, reinige dann den anderen Satz in Ruhe, trockne und schmiere ihn mit Teflon-spray und lagere ihn ein für die übernächste Saison. Das geht bei großen Anlagen natürlich nicht.
Grüße Michael
Bearbeitet von Becker Michael am 11.03.2019, 14:02
Hallo,
interessanter Tipp mit der Vaseline! Aber gibt es dabei nicht das Problem, dass sich darin Staub bzw feiner Dreck drinnen im Gehäuse des Amtriebs sammelt, der ansonsten mit dem Wasser wieder abfließen würde??
Nik
Eine zuverlässige Maßnahme ist der Einsatz von Vaseline. Die ist säurefrei und schützt richtig aufgetragen das Eindringen von Wasser. Auch die Öffnungen an den Antrieben können damit gefüllt und verschlossen werden, die Schrauben bleiben weiterhin erreichbar. Vaseline härtet auch nicht aus oder verharzt nicht. Etwas schmierig, wenn man ran muss, aber genau das soll ja überflüssig werden. Auch das passivierte oder damals noch chromatierte oder vercadmete Blech im Antrieb damit einreiben und es kehrt Ruhe ein. Ich setze Vaseline seit Jahren an kritischen kleinen Verschraubungen, vor allem elektrischen Anschlüssen, bei meinen Oldtimern ein und habe damit gute Langzeiterfahrungen gemacht.
peha
Die Tipps zur Vermeidung vom Stauwasser sind richtig. Sie scheitern jedoch bei mir daran, dass bei meiner Anlage der Schotter angeklebt ist. Der geklebte Schotter erfüllt die Drainagefunktion sehr schlecht. Daher bleiben die Weichenantriebe länger dem Wasserbad ausgesetzt. Außerdem lässt sich durch das auch von mir praktizierte Zukleben der Löcher im Deckel nicht vermeiden, dass sich im Weichenantriebsgehäuse Kondenswasser bildet. Rückwirkend betrachtet, wäre es sicher gut gewesen, die Statorpole vor der Installation zusätzlich mit einem geeigneten Lack gegen Feuchtigkeit und der daraus resultierenden Korrosion zu schützen. Damals, vor 20 Jahren nahm ich die Gartentauglichkeit der LGB zu wörtlich, und man denkt halt auch nicht in so langen Zeiträumen. Die nächsten 20 Jahre überlebe ich vielleicht selber nicht... Nik
Wichtig ist über die beiden Löcher der Anschlüsse ein schwarzes Isolierband zu kleben damit kein Wasser von oben in den Antrieb kommen kann. Auch muss darauf geachtet werden dass sich kein Stauwasser am Antrieb bilden kann, es kann so Wasser an den Zuleitungen eindringen. So habe ich in den letzten 18 Jahren nur selten mal einen Antrieb reinigen müssen. Nach der Reinigung die beweglichen Teile einölen. KH
Zwei Macken des ansonsten gut konstruierten EPL Antriebs möchte ich noch erwähnen.
- das Magnetjoch aus passivierten Blech fängt im Laufe der Jahre an zu rosten, was nicht verwundert, wenn man die Arbeitsbedingungen draußen in Betracht zieht. Das wäre allerdings mit einer besseren Oberflächenbehandlung lösbar gewesen. Das Rosten setzt sich fort und irgendwann klemmt der Rotor der Weiche.
- Die EPL Antriebe , die aus der Anfangszeit von Märklinproduktion stammen (bei mir leider 10 Stk), verwenden für den Stromanschluß Schrauben, die rosten. Jetzt ist es für mich völlig unmöglich, sie zu lösen, was natürlich eine Generalreinigung des Antriebs unmöglich macht, wenn die Weichen , wie bei mir, im geklebten Schotter liegen.
Nik
Der LGB Antrieb als solches ist sehr gut, ich habe diese Antriebe seit 18 Jahren im Garten und sie funktionieren einwandfrei. Angesteuert mit einem eingebauten Zimodecoder MX81/82. Die alte analoge Ansteuerung mit der Halbwelle ist von LGB schlichtweg eine Fehlkonstruktion. Die Antriebe sind für 16 Volt ausgelegt. Mit einer Halbwelle von 16 Volt kommt nur noch eine Gleichspannung mit einem Mittelwert von 45% also 7.2 Volt am Antrieb an. Wenn man die Grundlagen der Elektrotechnik bemüht wird bei der Spannung von 45% nur noch eine Leistung von ca. 20% am Antrieb wirksam. Das erklärt warum mit einer Halbwelle ein Antrieb im Garten bei geringer Verschmutzung nicht ordentlich arbeiten kann, erst recht nicht wenn noch eine Laterne bewegt werden muss. Auf meiner früheren Anlage habe ich für die Weichen eine Wechselspannung von 33Volt benutzt - da kamen immerhin noch fast 15 Volt an. Mit einer Spannung von 14 - 16 Volt arbeitet der LGB Antrieb einwandfrei. Auch die Stelllzeit kann beliebig hoch eingestellt werden. Ein Versuch den Antrieb mit 16 Volt über mehr als 10 Minuten zu betrieben hat dem Antrieb nicht geschadet, er ist nur heiss geworden! :P
veni schrieb: Die Konstruktion funktioniert nur dronnen, draussen wegen der unvermeidbaren Verschmutzung leider nicht... NIK
Ja, früher sind sogar teilweise die Zapfen an den Mitnehmerringen abgebrochen, bis LGB die dicker gemacht hat, soviel Kraft war da im Spiel.
Aber es nutzt nichts, ist nicht betriebssicher und macht somit keine Freude. Dann eben nicht, ging früher auch ohne.
Michael
felixt schrieb: Hallo,
schaltet ihr die Antriebe wie vorgesehen mit Halbwellen der Wechselspannung oder mit echtem Gleichstrom?
Ich schalte digital, d.h. ein Dekoder, der an DCC Dauerspannung am Gleis hängt, steuert die Weiche an. Klar kann ich den Puls per CV höher stellen, aber das macht nur den Antrieb kaputt, denn wenn ich versuche mit Hand umzustellen, merke ich wie die Weiche klemmt wegen der borstigen Laterne.. ;)
Ich glaube analog schaltet kaum noch jemand seine Weichen, oder ? Das ist ja auch das tolle an den Laternen, Dauerlicht sobald die Zentrale an ist.
Grüße Michael
Hallo,
schaltet ihr die Antriebe wie vorgesehen mit Halbwellen der Wechselspannung oder mit echtem Gleichstrom?
Meiner Erfahrung nach schalten Halbwellen unzuverlaessig oder gar nicht mehr, wenn die von Michael angesprochene Uebersetzung im Spiel ist, ob an Signalen oder Weichenlaternen. Seitdem ich aber mit einem kleinen Kondensator konstante Spannung bereitstelle, sind zumindest die Signale kein Problem mehr. Weichenlaternen habe ich noch nicht getestet.
Ich denke, die EPL-Antriebe selbst sind stark genug, um auch mit den teils absurden LGB-Konstruktionen fertig zu werden, aber eine effektive Schaltzeit unter 10 Millisekunden ist einfach zu kurz.
Hallo Michael, ich habe schon vor Jahren die Laternchen von den Antrieben mechanisch abgekoppelt aus den Gründen, die Du beschreibst. In einigen habe ich die Glühbirnchen durch LEDs ersetzt und bislang keine Probleme mit den LEDs bemerkt. Allerdings wirkt das Licht etwas kühler. Die Konstruktion funktioniert nur dronnen, draussen wegen der unvermeidbaren Verschmutzung leider nicht... NIK
