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Gartenbahn

Gleise und Weichen RhB, Schwellenlänge- und Abstand

33 BeiträgeZurück zum Thread
  1. #1 · Manhart Matthias30.05.2022, 13:18

    Hallo Thomas,

    der Schwellenabstand bei der RhB auf den Hauptgleisen beträgt 60cm und der Wert hat sich nach meinem Wissen in den letzten Jahrzehnten nie geändert. Auf Abstellgleisen wird teilweise 67cm angewendet. In Weichen gilt dieser Abstand auch, wobei hier natürlich abhängig von der Geometrie gewisse Schwellen nicht im rechten Winkel zur Schiene stehen.

    Quelle: RTE22540 Seite 84 (leider nicht öffentlich zugänglich)

    Gruss Matthias

  2. #2 · Amend Thomas30.05.2022, 14:05

    Hallo Matthias,

    na das ist ja schon was, hatte ich also das richtige Maß.

    Weißt du auch was zur Schwellenlänge?

    Gruß Thomas

  3. #3 · RhB_HJ30.05.2022, 16:01

    Vor Jahren habe ich beim Besuch in Landquart im damaligen RhB-Laden  das "Handbuch für den Bau und die Instandhaltung der Fahrbahn — mit Richtlinien für den Unter- und Oberbau " Ausgabe Januar 1996 gekauft. Eine wahre Fundgrube zu dem Thema.. Da mich die "elefantensicheren" Gleise in Code 332 (von (M)LGB und anderen) nie begeisterten fiel die Entscheidung für Code 215 Profile und die Selbstbauweichen haben  1:4.5 Abzweigung (~ 12.5º). Schwellenlänge: Variert bei Holz, Stahl oder Beton. 1800/2000 Querschnitt (Holz) 220/150

  4. #4 · RhB_HJ30.05.2022, 16:24

    Noch was zu Holzschwellen — kann man selber herstellen falls man eine Kreis- oder Bandsäge in der Werkstatt hat. Für's Beizen gibt es einiges im Handel. ;)

    Beschrieb vom Selbstbau  http://www.rhb-grischun.ca/html/body_selbstbauweichen_1.html

  5. #5 · Manhart Matthias30.05.2022, 16:48

    Hans-Jörg war schneller. Die RhB (und andere Meterspurbahnen in der Schweiz) verwenden 1800mm und 2000mm lange Schwellen (Beton, Holz und Stahl).

    Gruss Matthias

  6. #6 · Amend Thomas30.05.2022, 18:26

    Danke für die bisherigen, hilfreichen Antworten!

    Damit sind fast alle Fragen geklärt.

    Gibt es einen Grund, warum mal 1800mm, mal 2000mm lange Schwellen zum Einsatz kommen? Wenn nicht, würde ich einfach den Mittelwert nehmen, also ca. 85mm.

    Gruß Thomas

  7. #7 · Becker Michael 30.05.2022, 19:36

    Manhart schrieb: Hans-Jörg war schneller. Die RhB (und andere Meterspurbahnen in der Schweiz) verwenden 1800mm und 2000mm lange Schwellen (Beton, Holz und Stahl).

    Gruss Matthias

    Sind die Y-Schwellen noch auf den Teilstrecken in Gebrauch oder war das nur ein Versuch ? Nur aus Neugier, im Modell kaum zu realisieren.

  8. #8 · Manhart Matthias30.05.2022, 19:37

    Hallo Thomas,

    die 1800mm Schwellen wurden zu Beginn verbaut. In den letzten ca. 20-25 Jahren hat die RhB dann begonnen mit 2000mm Schwellen. Zu dieser Zeit wurde auch ein grösseres Schienenprofil (SBB I, UIC46, Schienenhöhe 146mm) eingebaut. Insgesamt hat die RhB also eine Fahrbahn für höhere Geschwindigkeiten gebaut und dies bedingte einen schwereren Gleisrost, der die grösseren Kräfte aufnehmen kann.

    Gruss Matthias

  9. #9 · Amend Thomas30.05.2022, 22:49

    Manhart post=20208 userid=135

     Insgesamt hat die RhB also eine Fahrbahn für höhere Geschwindigkeiten gebaut und dies bedingte einen schwereren Gleisrost, der die grösseren Kräfte aufnehmen kann.

    Ergibt Sinn.

    Dann brauche ich ja nicht mehr weiter grübeln, wollte diese Infos schon eine Weile haben.

    Ich werde einen Teilesatz besorgen und den RhB-tauglich machen.

    @RHB_HJ: Toller Link, zu der Weichenbauseite!

    @mibema: Von Heyn gibt es Y-Schwellen, aber vermutlich nicht RhB-tauglich: (https://modell-werkstatt.de/schwellen-stahl-y-form) und hier.

    Gruß Thomas

  10. #10 · RhB_HJ30.05.2022, 22:56

    mibema schrieb: Sind die Y-Schwellen noch auf den Teilstrecken in Gebrauch oder war das nur ein Versuch ? Nur aus Neugier, im Modell kaum zu realisieren.

    Bei Heyn gibt's die Y-Schwellen für 45mm Spurweite. https://www.modell-werkstatt.de/schwellen-stahl-y-form-asymetrisch 😉

    In Bezug auf  die Kosten; kurze Teststrecke sollte reichen.😗

  11. #11 · Manhart Matthias31.05.2022, 08:13

    @mibema: Von Heyn gibt es Y-Schwellen, aber vermutlich nicht RhB-tauglich: (https://modell-werkstatt.de/schwellen-stahl-y-form) und hier.

    Die RhB verwendet auf diversen Abschnitten Y-Schwellen. Habe mir die von Heyn auch gekauft. Sehen nicht schlecht aus, aber die Schienenbefestigung ist mir viel zu grob und ich traue dieser auch nicht (Dauerhaftigkeit ?).

    Gruss Matthias

  12. #12 · Amend Thomas27.06.2022, 21:33

    Da isse, die erste Schwelle.

     IMG_1615.jpg

    LxBxH: 88,9mmx9,8mmx6,7mm

    Ich will die noch mit wasserfester Beize beizen. Hat da jemand spontan eine Empfehlung? Sonst schaue ich mal, was der Baumarkt zu bieten hat.

    Gruß Thomas

  13. #13 · Bruno Suter28.06.2022, 13:26

    Beste Erfahrung mit BONDEX Gruss Bruno

  14. #14 · Becker Michael 28.06.2022, 14:44

    Studenland schrieb: Beste Erfahrung mit BONDEX Gruss Bruno

    gibt es das auch als Beize ? Ich nehme es als Lasur für Holzrahmen, hält sehr lange aber muss nach einigen Jahren in der prallen Sonne doch nachgestrichen werden, weil es doch blättert bzw. die Oberfläche von Wespen angefressen wird. 

    Die mögen das Zeugs...

  15. #15 · Amend Thomas28.06.2022, 19:14

    Erstmal Danke wieder für die Tipps und Ratschläge!

    Beize gibt es anscheinend wirklich nicht für draußen. Die Suche bei Bauhaus.info brachte nur Salzsäure hervor 😆

    Eine Lasur scheint noch das Sinnvollste, da werde ich mal ein paar Favoriten vergleichen.

    Mir geht es nur um die Färbung, nicht um einen Schutz.

    Meine kleine Eisenbahn schrieb: [...]die sind aufgrund der geringen Holzdicke nach spätestens 3 Jahren aufgrund von Insekten, Pilzbefall, Staunässe und/ oder Trockenfäule komplett morsch…

    Gilt das auch für Teak? Dachte, das wäre wetterfest. Da das Zeug jetzt schon bei mir ist, werde ich es einfach darauf ankommen lassen.

    Und da ich unbedingt maßstäbliches Gleis will, kommt Kunststoff diesmal eh nicht in Frage.

    Ich lasse mich überraschen und  hoffe das Beste.

    Besten Gruß Thomas

  16. #16 · Herbert Schneider28.06.2022, 20:10

    Hallo Thomas,

    wenn es höherwertiges Teakholz ist würde ich Dir ein Teak-Öl aus dem Schiffsbedarf (z.B. Fa. International) empfehlen, das ist auch für Seewasser gemacht und nicht nur für Gartenmöbel. Gibt es z.B. bei Bauhaus.

    Auftragen nicht mit Pinsel sondern z.B. mit altem Frottee-Handtuch einreiben (Handschuhe!!), 2 Aufträge im Abstand von 12 Stunden.

    Meine Erfahrung mit Segelschiff-Teakdecks...

    Grüsse

    Herby

  17. #17 · Becker Michael 28.06.2022, 22:14

    Ach so, Teak. Das ist in der Tat äußerst robust, es graut nur aus wenn man es nicht regelmäßig ölt.  Genau wie herby schreibt machen, aber Vorsicht mit dem getränkten  Lappen, der neigt zur Selbstentzündung weil das Öl recht flüchtig ist. Am Besten nach Gebrauch in einen Wassereimer, auf keinen  Fall achtlos in den Hausmüll solange noch Teaköl drin ist. 

    meine Gartenmöbel sind über 15 Jahre im Feien, nur mit Staunässe muss man aufpassen, sonst gibt es Moosbewuchs....

  18. #18 · Heinz Kindler29.06.2022, 13:10

    Und da ich unbedingt maßstäbliches Gleis will, kommt Kunststoff diesmal eh nicht in Frage.

    Kunststoff hat ja nichts mit Maßstab zu tun. Kannst Du genau so in passende Stücke sägen. Wenn Holz haltbar sein soll dann muß es auch wie das Original in Teerpampe eingerieben werden. Originaler geht nicht. Gruß Heinz

  19. #19 · Amend Thomas29.06.2022, 13:45

    Zum Öl:

    Ich hatte mir das hier vor einiger Zeit für meine Balkonmöbel gekauft. Ist Bioöl, weniger Schadstoffe. Ob das zu hippiemäßig ist für den Gartenbahnzweck? Ist auch nicht speziell für Teak. Zumindest kann dies aber auch zu Selbstentzündung führen, das ist ja schon mal gut.

    Zu Plastik nicht maßstäblich:

    Da lässt sich halt nicht der Querschnitt so genau bestimmen bzw. ich meinte, das bei Plastik Sägekanten wie Sägekanten aussehen (ausgegraut). Bei Holz nicht, da sind eh alles Sägekanten. Und bei Holz ist an den Sägekanten noch Struktur, bei Plastik wäre es einfach nur glatt.

    Teerpampe wäre natürlich optimal, macht dann auch diesen typischen Eisenbahngeruch ;)

    Gruß Thomas

  20. #20 · Becker Michael 29.06.2022, 15:17

    thend schrieb: Zum Öl:

    Teerpampe wäre natürlich optimal, macht dann auch diesen typischen Eisenbahngeruch ;)

    Gruß Thomas

    Lecker, Carbonileum .....Du darfst heute nicht mal Originalschwellen an Private verkaufen weil die nicht mehr in die Gärten dürfen.  Im letzten Jahr gab es eine Telko vom Technoseum über die Berliner Oberbausammlung und deren Probleme damit. Schon der Staub vom Lagern war kontaminiert. 

    ...lass es.... ;)

  21. #21 · RhB_HJ29.06.2022, 22:57

    Meine kleine Eisenbahn schrieb: Hallo!

    Wenn du die Holzschwellen im Garten verwenden möchtest, ist das vergebliche Liebesmüh. Die kannst du in Beize oder Lasur ertränken, die sind aufgrund der geringen Holzdicke nach spätestens 3 Jahren aufgrund von Insekten, Pilzbefall, Staunässe und/ oder Trockenfäule komplett morsch…

    Liebe Grüße Peter

    Jaaaa, so ganz ähnlich waren die Unkenrufe vor mehr als 20 Jahren als ich meine Methode vorstellte. Und wie sieht's heute aus?

    Nix, von morsch oder irgend etwas anderes, Die Sache hält in unserem Klima!!

    Und die Schienennägel sorgen für den nötigen Rost.

    Ach ja, die Beize basiert auf Oel und die Schwellen lagen mindestens zwei Wochen in dem Bad.

  22. #22 · RhB_HJ29.06.2022, 23:17

    Die ersten Profile waren Messing (Code215). Später auf das 215 Profil von Llagas gewechselt weil dem englischen Hersteller vom Messingmaterial die Puste ausging. Das Plastikschwellenband stammt auch von Llagas; praktischer als 'zig Meter im Garten mit der anderen Methode.

  23. #23 · RhB_HJ30.06.2022, 18:01

    Meine kleine Eisenbahn schrieb: Hallo!

    Deine Gleise liegen aber auch zusätzlich erhöht und nicht direkt am Boden im Schotterbett…

    Liebe Grüße Peter

    Angeblich ist das beim Vorbild auch so. Ausserdem gibt's auch die MOROP Angaben zu dem Thema.  https://www.morop.eu/downloads/nem/de/nem122_d.pdf

    Und wie sich das beim Vorbild gliedert https://tu-dresden.de/bu/verkehr/ibv/gvb/ressourcen/dateien/download_gvb/lehrmaterialien/Aufbau_V/A-12f.pdf?lang=en

  24. #24 · Amend Thomas30.06.2022, 23:50

    RhB_HJ schrieb: Nix, von morsch oder irgend etwas anderes, Die Sache hält in unserem Klima!!

    [...]

    Ach ja, die Beize basiert auf Oel und die Schwellen lagen mindestens zwei Wochen in dem Bad.

    Hallo Hans-Jörg,

    die Schwellen sehen toll aus. Was herrscht denn bei dir für ein Klima?

    Musstest du in der Zeit schon mal nachbehandeln?

    Ich habe mal nachgegcukt, ich finde nur einen Anbieter, nämlich Osmo. Schwarz erscheint mir da noch am sinnvollsten.

    Besten Gruß Thomas

  25. #25 · Amend Thomas19.10.2022, 21:55

    Hallo Leute!

    Ich baue gerade eine Weiche. Der Bausatz kommt von Feld. Mein Modell muss ich etwas anpassen, da die Schwellen einen anderen Abstand und andere Maße haben als die Vorlage.

    Ich habe also die Daten der Geometrie in mein Zeichenprogramm übernommen, um Lage und Länge der Schwellen zu ermitteln.

    Ich frage mich, ob die Doppelschwelle am Gelenk der Weichenzunge notwendig ist. Ich habe mir Fotos und Videos angeguckt, mir scheint es so, als wenn es beides gäbe, meistens jedoch ohne Doppelschwelle.

    Ich habe mal wieder keine Ahnung, will aber alles richtig machen- wer kann mir helfen?

    Weiche.jpg

    Gruß Thomas

  26. #26 · RhB_HJ20.10.2022, 17:07

    Hallo Thomas,

    Meine Vorlagen habe ich aus dem Ferro-Suisse Prospekt "abgekupfert".

  27. #27 · Daniel Kesseli21.10.2022, 14:05

    Salü Thomas

    Ich hatte da auch eine Wissenslücke und habe dies zum Anlass genommen Fachspezialisten der Fahrbahn zu fragen. Hat Vorteile in einem Bahnunternehmen zu arbeiten ;-)

    Doppelschwellen werden resp. wurden dort eingesetzt, wenn eine einzelne Schwelle die Kräfte bei einer Zugfahrt nicht aufnehmen konnte. Dies wurde aufgrund der Anforderungen an die Geometrie berechnet. Doppelschwellen sind eher bei grösseren Radien anzutreffen.

    Heute sind Doppelschwellen jedoch aufgrund der automatisierten Unterhaltsarbeiten an der Fahrbahn verpönt und werden wenn immer möglich vermieden. Es werden eher geringere Schwellenabstände oder massivere Schwellen gewählt um die Kräfte aufnehmen zu können.

    Hoffe das hilft dir weiter…

  28. #28 · Manhart Matthias21.10.2022, 14:37

    Moderne Weichen mit Betonschwellen bei der RhB haben keine Doppelschwellen. Hier ein Beispiel einer Weiche, die wir (Sersa) in Sagliains (Vereina Seite Engadin) 2019 eingebaut haben.

    In der RTE 22564 (Standardausführung von Weichen Meterspur) finden sich im Anhang viele Zeichnungen von Weichen und auch dort kann ich keine Doppelschwellen finden (siehe angehängtes Beispiel aus der RTE).

    Der Schwellenabstand der Schwellen variiert auf Grund der Weichenform. Das ist aber der Geometrie geschuldet.

    Anhänge

    P1120492x.jpg weiche_msp.JPG

  29. #29 · RhB_HJ21.10.2022, 16:46

    Wie das Meiste beim Vorbild spielt die Epoche auch mit. ..

  30. #30 · Amend Thomas21.10.2022, 22:03

    Na sind ja mal wieder viele nützliche Informationen hier. Danke dafür!

    Kurze Info: Meine Vorbildzeit ist die Gegenwart.

    Außerhalb des Forums wurde mir noch geschrieben, dass Doppelschwellen auch da vorkamen/vorkommen, wo Schienen ungeschweißt aufeinander stoßen. Klingt logisch, wäre ja auch bei der Weichenzunge so. Wusste bloß nicht, wie aktuell sowas ist.

    In den Zeichnungen, auch bei Ferro Suisse, sieht es so aus, als wären die Schwellen im Bogen alle in einem zum Radius passenden Winkel, also jede anders. Bei meiner Zeichnung ist das noch einfacher gehalten. Da sind sie bis zum Herzstück gerade und dann alle im gleichen Winkel schräg.

    Aber wenn schon, denn schon. Also werde ich das mal anpassen.

    Was mich jetzt noch interssieren würde, ob es überhaupt noch moderne Weichen mit Holzschwellen gibt. Bei mir wird es definitiv Holz.

    Besten Gruß Thomas

  31. #31 · Amend Thomas25.10.2022, 19:51

    Mir ist heute eingefallen, dass es Google Streetview ja auch auf Teilen der RhB gibt. Da habe ich eine schöne Weiche mit Holzschwellen in Domat/Ems gefunden. Holzschwellen, keine Doppelschwellen, keine Langschwellen am Stellmechanismus, Verschraubungen am Übergang Weichenzunge/Gleis. Somit sind gleich mehrere Fragen auf einmal beantwortet und ich kann mich beruhigt weiter mit der Zeichnung befassen und bald anfangen zu basteln 🙂

  32. #32 · Amend Thomas27.03.2023, 22:05

    Ich wollte dann mal das Ergebnis meiner Arbeit präsentieren; Leider muss ich sagen, dass es mal wieder ein Projekt aus der Kategorie einmal und nie wieder ist.

    Mit dem Ergebnis bin ich zwar hoch zufrieden, aber es hat sehr viel Zeit gekostet und durch die fragwürdige Qualität der Gussteile und durch teils nicht gut durchdachte andere Komponenten auch viele Nerven.

    Nachdem ich also Informationen eingeholt habe, den Teilesatz und Farben und die Zeichnung auf meine Bedürfnisse und die Vorbildschwellen umgeändert habe, konnte also der Bau beginnen (wobei die Zeichnungen es echt in sich hatten, das hatte ich mir einfacher vorgestellt. Aber dafür habe ich wieder viel gelernt).

    Erstmal mussten die Schwellen auf den richtigen Querschnitt gebracht, abgelängt, gebürstet und entfettet werden.Dann mit Osmo Ölbeize schwarz eingepinselt, anschließend mit UV-Schutz überzogen- so wurde mir das von der Firma Osmo empfohlen.

    IMG_E2386.jpg

    Da dieAbstandslehre vom Hersteller für meine Ansprüche an Genauigkeit nicht ausreichte, habe ich jede einzelne Bohrung für die Schienenstühlchen erst mit dem Zeichenprogramm ermittelt und dann mit dem Messschieber angerissen. Dabei wollte ich mich möglichst genau in der Mitte der Toleranz ( 0,30mm laut NEM, also 0,15mm) bewegen, was mir auch größtenteill gelungen ist.

    Bei den Bohrungen für das Herzstück habe ich mich dann aber vertan oder vermessen, aber mit ein bisschen Improvisation ging es dann doch.

    Beim Herzstück ist leider viel von dem besagten Frust aufgekommen, da dieses an den Enden leider etwa 0,6mm zu dick war und so nicht mehr in die Schienenstühlchen gepasst hätte. So musste hochkant an der Tischkreissäge diese Material abfräsen- unnötige Arbeit, hätte der Herstelle hier besser gearbeitet.

    Die größten Probleme hatte ich allerdings mit den Radlenkern, da die Schienen nicht senkrecht auf dem Schienenfuß stehen. Bis ich das erstmal gemerkt und ich das dann mit viel Gewalt und zwei Zangen einigermaßen gerade gerichtet hatte, brauchte ich auch wieder unnötig viel Zeit. Stehen die nämlich nicht gerade und kippen wie bei mir nach außen, wird der Platz für die Räder zu eng. Spätestens da hatte ich tatsächlich überlegt den ganzen Plunder in die Tonne zu schmeißen.

    IMG_2659.jpg

    Eine Schwelle musste leider aus ihrer Position, weil es sonst nicht mit dem Schienenverbinder am Herzstück gepasst hätte.

    IMG_2921.jpg

    Bei den Weichenzungen musste ich auch nochmal an den Gelenkstellen Material abnehmen, weil die zu hoch waren, sodass es beim Einschieben in den Schienenverbinder geklemmt hat und die Gleise außerdem deutlich höher waren als das anschließende Gleiß. Da frage ich mich, warum das so produziert wird. Versäubern ist eine Sache, aber das so massiv zu bearbeiten eine andere.

    Okay, jetzt liegt hier vor mir also eine tolle Weiche, bei der ich noch ein bisschen am Herzstück nacharbeiten muss, damit die Räder nicht klemmen, und wo ich vor allem noch die elektrischen Verbindungen herstellen muss.

    Ob mir jemand mal eine Fertigweiche von LGB oder einem anderen Hersteller von unten fotografieren kann, damit ich mal schauen kann, wie da die Weichenzungen und Zwischengleise angeschlossen sind?

    Besonder zufrieden bin ich mit den Schienenstühlchen, die ich erst brüniert und dann in einer Mischung aus Schwarz und Rost von Vallejo geschwenkt habe. Durch das ungleichmäßige Ablaufen der flüssigen Farbe kommt ein sehr heterogenes Farbbild zustande, welches sehr realistisch wirkt.

    Ich überlege noch, die Gleise "rosten" zu lassen, dann wäre die Weiche fast als eigenständiges Modell vitrinenreif.

    Gruß Thomas (der beim nächsten Kauf einer Weiche wohl Kompromisse bei der Maßstäblichkeit machen, aber damit viel Zeit und Nerven sparen wird)

  33. #33 · Amend Thomas10.08.2026, 15:12

    Hallo!

    Ich möchte zum einen meine Strecke ein wenig umbauen, zum anderen soll an einer Stelle eine Weiche eingebaut werden.

    Ich benutze seit einiger Zeit das Code 250-Profil von Heyn mit den entsprechenden Schwellen. Die Schwellen sind aber wohl eher für Normalspur in Spur 0. Kurzum: Ich habe noch bisher noch kein Gleis in Code 250 gefunden, was mir genug dem der RhB entsprechen würde. Ich werde wohl selbst bauen. Im Fall der Weiche plane ich ein Kitbashing; Das heißt, ich möchte den Teilesatz von Heyn nehmen, aber die Schwellen sollen von einem anderen Hersteller sein und der Abstand und die Länge sollen angepasst werden.

    Nun zur Frage:

    Wo findet man Informationen über die Gleise der RhB? Ich habe es schon versucht, viel habe ich nicht gefunden. Laut einem Forum beträgt der Abstand der Schwellen (Mitte-Mitte) 60cm, was in 1:22,5 ca. 26,7mm wären. Laut eines Modellgleisherstellers, der zwar tolle Gleise für 0m aber nicht IIm hat, würde der Abstand umgerechnet 26,8mm betragen, die Länge der Schwellen 86mm (Original: 1935mm) und die Breite 12mm (Original: 270mm).

    Gibt es da irgendwo offizielle Angaben?

    Ich schätze mal, dass sich mit der Zeit auch immer wieder die Maße verändert haben? Ich suche nach Daten für die Gegenwart oder die letzten 10 Jahre.

    Und: Gilt der Abstand auch für Weichen?

    Ob nun 1mm mehr oder weniger, darauf kommt es mir nicht an, aber so ungefähr sollte es schon stimmen.

    Gruß Thomas