Blitzschutz für Anlage
Gartenbahn
Aus gegebenem Anlaß (hier geht seit 2 Tagen regelmäßig die Welt unter...): Hat jemand Erfahrung mit Erdung der Strecke?
Grundsätzlich wäre es mir egal ob es in die Gleise einschlägt, aber da hängen ja auch die Dekoder der Weichen dran.
Momentan schließe ich die beiden Schienen abends nach dem "Fahrbetrieb" kurz, und trenne die Zentrale ab.
Knut hatte mal ein interessantes Foto mit einer Anlage/Zentrale nach einem Einschlag.....das sah aus! :woohoo:
Grüße
Michael
Hallo Herbert,
was Du beschreibst ist der direkte Einschlag, gegen den ist kein Kraut gewachsen, da ist alles kaputt.
Das Kurschliessen hilft gegen die o.g. Schrittspannung, die sehr hochohmig ist und daher kurzgeschlossen werden kann, also die Energie die sich kreisförmig um den Einschlag z.b. im Rasen ausbreitet. Und das kann 100meter weit weg sein. Und kurzescglossen gibt es keinen Lichbogen, da kein Potentialunterschied da ist.
Grüße
Michael
Hallo,
was soll das Kurzschließen der beiden Schienen bringen? Blitz ist ein Lichtbogen und der überspringt locker den 45mm Abstand. Eine Erdung kann man sich meiner Meinung nach schenken, wenn der Blitz in die Gleisanlage einschlagen sollte, sind nicht nur die Decoder sondern auch das Gleis hinüber. Man braucht sich nur mal einen Blitzableiter (und seine Umgebung) nach Einschlag anschauen, der Sinn liegt nur daran den Stromfluss ins Haus zu verhindern. Darum auch nicht nur die Zentrale trennen, sondern auch die Verkabelung von Terrasse etc. entfernen. Schon die 15000V einer Oberleitung können bei feuchter Umgebung locker 1m luftigen Abstand überwinden...
Grüße
Herby
:ohmy: Ja bislang hatte ich Glück. Obwohl wir mit dem Haus der höchste Bau auf dem Hügel sind. Und die 12 m hohe Gittermast mit Amateurfunkantenne des Sohnes in der Anlage ist mit starkem Blitzableiter vom Betonfundament weiter in den Boden gesichert. Aber ob das bei einem Blitzeinschlag in unmittelbarer Nähe der Anlage etwas hilft ist wohl fraglich.
Wenn, was Gott verhüten möge, dann bekommt die Fa. Massoth wohl wieder einen etwas grösseren Auftrag. :woohoo:
**Viel Bahnspass Manfred Filme von und über meine Bahn: **http://de.youtube.com/Kreuzhofbahner
Hallo Michael,
Ich habe selber auch keine Lösung für die am Gleis angeschlossene LGB 1 Kanal Decoder. Das mit dem Gleis kurzschliessen scheint mir auch sinnvoll. Beim erden der Gleise bin ich mir nicht so sicher.
Vielleicht hörst Du dich mal bei Massoth herum. Ich kann mich da noch an einen Massothforumbeitrag von Norbert Rosch erinnern. Wenn schon dann wissen die bei Massoth betimmt näheres.
Groeten, Wilco
Mir steckt noch ein direkter Einschlag in das Nachbargrundstück in den Knochen, der schon viele Jahre her ist.
Ich habe den live gesehen, solange ich noch etwas sehen konnte, nach Blitz minutenlang nichts mehr.
die Druckwelle hat mich, der in der offenen Gartentür stand, in den Türrahmen geworfen.
Grund, ein über-Haus-hoher Baum auf der Grenze zu meinem Grundstück.
Der Nachbarrasen war schlagartig trocken, das ging ringförmig von der Einschlagstelle aus. Das war das letzte was ich noch sehen konnte, danach habe ich mich nur noch am Türrahmen festgehalten.
Seitdem weiss ich, das die Telefonanlagen das Eingangstor für Blitze sind, solange man noch keine Glasfaser-Leitung hat, alles was noch alte Technik von Alexander Graham Bell hat, ist einseitig geerdet und damit sofort auf Überspannung. Das Ding hat es ähnlich zerrissen wie die Zentrale auf dem fremden Bild. Sogar die Optokoppler waren geplatzt.
Bei der Verkabelung des Hauses mit CAT-6 LAN musste ich das berücksichtigen, damals gab es noch kein WLAN....alle PC, Server etc. sind sowohl 240V-seitig als auch Netzwerkseitig massiv geschützt, auch TV und Antenne.
Das kostet viel Geld und mehr als nur eine sog. "Überspannungssteckdose" im Baumarkt zu kaufen.
Mein Haus hat keinen Blitzableiter, in Ballungsräumen ist das eher gefährlich einen zu haben, denn er zieht Blitze an solange er der höchste Punkt ist. Das sind hier aber mittlerweile 50-70 Jahre alte Bäume aus der Bauzeit der Häuser (ca. 1930 ff).
Schutz gegen direkten Einschlag gibt es wirklich nicht, diese Energien sind nicht beherrschbar. indirekt, also Überspannung kann man beherrschen oder mindern, aber wie Wilco richtig sagt, mit der Riesenantenne tue ich mich schwer, und ich bin "Stromer" wie HJ sagt.
Aber da muss man abwägen, meine 1-Kanal-Dekoder sind direkt am Gleis angeschlossen, also die zerlegt es wenn der Potentialunterschied beider Schienen mehr als die 30 Volt beträgt.
Momentan wird die Zentrale Abends abgebaut (alles Steckbar) und beide Schienen kurzgeschlossen, aber nicht geerdet. Das ist die Frage, besser freifliegend auf dem Boden oder massiv erden mit einem Stabeder und wirklich dickem Erdungkabel (so 16-25 qmm) ?
Gut geerdet bedeutet auch, das bei einem Einschlag im Nachbargrundstück das Erdpotential, was sich ja ringförmig um den Einschlag abbaut, erst Recht am gleis anliegt. Die sog. "Schrittspannung" ist das Problem, man stelle sich vor man steht auf solch einem Boden wo in der Nachbarschaft ein Blitz einschlug, wenn man mit einem Bein auf einem Potentialkreis steht der sagen wir mal 20.000 Volt hat, ist das nicht tödlich, sofern der zweite Fuß auch darauf steht, steht der aber auf 22.000 Volt einen halben Meter näher am Einschlag, hat man 2000 Volt im Schritt. So ist das gemeint. Und Strom fließt nur zwischen Potentialunterschieden. Daher die uralte Regel, ducken und füße zusammenhalten.
Tja, was tun, hier tappe ich echt im Dunkeln.
Grüße
Michael
Goede morgen,
HJ hat es schon gut und ausführlich beschrieben.
Gegen einen direkten Blitzeinschlag kann man nicht viel machen.
Nur die Zentrale vom Anlage und vom Netz trennen, also Stecker ziehen. So zu sagen als Überspannungsschutz.
Auf der Anlage sind auch alle am Gleis angeschlossenen Decoder gefährdet. Ob da eine ausreichende Erdung noch hilft ist fraglich. Jedenfalls wirken die Gleise wie eine Riesenantenne.
Vergiss auch nicht die Anlage zu trennen vom Schattenbahnhof oder Abstellanlage.
Ja, bei uns gab es auch jede Menge Unwetter und Überschwemmungen. Nicht so schlimm als in Deutschland, aber immerhin umfangreiche Sachschaden. Blitzeinschläge gab es in unsere kleine Hansestadt auch. Zum Beispiel Blitzeinschlag in einer Ampelanlage, danach jede Menge Überspannungsschaden in der Umgebung.
Hoffentlich beruhigt sich der Wetterlage im laufe dieser Woche.
Groeten, Wilco
Bearbeitet von Alteveer Wilco am 06.06.2016, 10:36
Wetterlage hier:
33ºC, 23% Luftfeuchtigkeit, wunderbares Wetter, beste Laune.
Bis Donnerstag kein Regen in der Vorhersage, also weiterhin bestes Bauwetter. :ohmy: :ohmy:
**Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada
RhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war. Ausserdem alles nur Adhäsionsbetrieb **
Habe gedacht " Crossposting" sei wenn man von anderen Foren überträgt?? :silly:
Ich bin ja auch für "eigene Bilder" aber im Fall von verschmorten Zentraleinheiten zeig ich auch lieber die vom Kollegen...
Regnet es eigentlich auch in Holland? Hab das Gefühl die Postings aus dieser Gegend sind Heute etwas angepisst.. B)
LGD
Bearbeitet von Neumann Daniel am 05.06.2016, 23:04
Ui, ui
Erste Frage:Wie sind die Weichendekoder angeschlossen? Sind die einfach zum Abhängen?
Beispiel, auch aus Canada. Hier wird der Anlagenteil im Garten über Kabel/Stecker nur bei Betrieb angeschlossen. Also total getrennt! dh, DCC-Bus, CAN-Bus, Niedrigspannung.
Empfehlen würde ich Schienenkreis kurzschliessen und eine zünftige Erdungsstange besorgen an der ein zünftiges Sammelkabel angeschlossen wird.
Zweite Frage: hast du einen Blitzableiter auf dem Haus?
Dritte Frage: Bäume die den Blitz ableiten/anziehen?
Auf jeden Fall Verbindung zum Haus unterbinden.
Ich könnte jetzt ein Schauergeschichtchen erzählen vom Freund bei dem der Blitz einschlug, im Werkstattgebäude und den Weg zum Hauptanschluss via Haus fand. Versicherungsfall bei dem ich durch's Neuverdrahten einige Dollarchen verdiente. Nein, ich bin nicht Stromer. ;) :) :laugh: :lol:
PPS Wie man auf Bildern schon sehen konnte besteht bei der Ausfahrt aus der Garage auch eine Klappbrücke die gegen das Haus hochgekippt wird.
PS in meinem früheren Leben (auf dem Land) schlug der Blitz mal in die Freileitung zum Haus, aber auf der Hochspannungsseite vor dem Trafo an der Leitungsstange. Sicherung weg war's für die Stromzufuhr, aber ..... durch's Ableiten wurde die Telephonleitung belastet. Mein Rechner gab ganz komische Töne von sich (Motherboard) und das Modem landete auch im "Jenseits".
Bearbeitet von RhB_HJ am 05.06.2016, 22:44
**Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada
RhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war. Ausserdem alles nur Adhäsionsbetrieb **
WIeso crossposting?
Wo sind deine eigene Fotos?
Hier habe ich Knut's Bilder wieder gefunden, wie gesagt, aus Kanada.

und hier:

Grausig, grausig....