Bei der näheren Betrachtung scheint die Erklärung einfach zu sein und meine Beobachtung zu unterstützen:
Bei dem normalen Verdampfer gibt es zwei Heizkörper, bei dem Dual-Raucherzeuger ebenfalls. Nur ist hier eine Heizspirale nur für den Schlot, die andere nur für den Zylinderdampf zuständig. Es ist naheliegend, dass dann die Menge an Öl, dass eine Einheit zur Verdampfung bereitstellen kann, geringer ist, als es zwei im Parallelbetrieb schaffen. Man könnte das eventuell konstruktiv ausgleichen, dem sind aber gewisse Grenzen gesetzt. Und von ESU erfährt man sowieso nichts. Ein idealer Dual Verdampfer scheint also weiterhin am Markt zu fehlen.
Nik
#2 · Herbert Schneider06.03.2023, 12:11
Hallo,
ich denke das Thema Raucherzeuger ist technisch noch nicht ausgereizt und bietet noch Möglichkeiten für Verbesserungen.
Gespannt darf man sein, wie Zimo seine angekündigten Verdampfer umsetzt...
Zimo Neuheiten
Auch interessant ist die Entwicklung von mit 5V betriebenen Vaporisatoren...
(https://www.ebay.de/itm/324696779894)
Dazu gibt es sehr interessante Videos:
(nachdem das petroleumbasierte Rauchöl nicht gerade gesundheitsförderlich ist)
Hallo Herby,
das ist wirklich sehr interessant! Die Idee mit dem Ultraschallzerstäuber hatte ich selber schon vor Jahren, aber der Stromverbrauch davon war damals zu hoch. Die Entwicklung blieb nicht stehen, und das scheint jetzt kein Problem zu sein. Klar ist mir nicht, wie man den drucklosen Kontakt zwischen der Membrane des Zerstäubers und dem Docht AUF DIE DAUER bewerkstelligen kann. Was definitiv unglaublich ist, wie das die TRS Trains schaffen, das ganze in die kleinen Maßstäbe unterzubringen, getaktet und mit gesteuertem Zylinderdampf!!! Echt irre.
Danke für den Beitrag!
Nik
#4 · Klaus Himmelreich07.03.2023, 20:25
Hallo,
auf der Nürnberger Messe2019 war eine Firma A.C.F.A. aus Taiwan mit einer dreiachsigen Tenderlok 1:16,8 vertreten die mit einem Rauchentwickler auf Wasserbasis ausgerüstet war. Das wurde auch gezeigt und vorgeführt.
Die Verständigung war sehr schwierig und 2020 war diese Firma nicht mehr in Nürnberg zu sehen. Nie wieder was davon gehört.
Gruss Klaus
#5 · Benz Peter 08.03.2023, 09:41
Hachette bringt gerade eine Spur II Dampflok als Sammelmodell, in der ein Zerstäuber eingebaut ist. Mal sehen, wie der im Einsatz dann funzelt. Vom Einbau her, wars schon sehr einfach.
Grüße
Peter
#6 · Andreas15.08.2023, 16:16
Ich bin von dem esu Dual auch nicht gerade begeistert und kann das oben Gesagte bestätigen. Es fiel mir noch auf, dass
beim reinen Fahrt-Dampf auch immer sehr viel aus dem Zylinderausgang mit rauskommt, weil intern die Luftkanäle nicht sauber getrennt sind.
mit aktivem Zylinderdampf sinkt der Ausstoß aus dem Schlot
Insofern habe ich jetzt bei der neuen Ballenberg HG 3/3 (20275) ganz auf einen RG verzichtet.
VG
Andreas
#7 · Velimirovic Nikola 10.08.2026, 15:12
Ich habe heute einen genauen Vergleich der Rauchentwickler
von zwei Kiss Loks gemacht:
Beide Loks fuhren draußen nebeneinander mit gleicher Geschwindigkeit:
Die Brockenlok 997243-1
und die HG 3/4 DFB1 Furkahorn
Mein Eindruck nach mehreren Versuchsfahrten:
Auch wenn der Zylinderdampf bei der Brockenlok ein sehr schönes Feature ist, kommt bei der HG 3/4 eindeutig mehr Rauch aus dem Schlot.
Ich frage mich nun, woran es liegt, und sehe da 3 Möglichkeiten:
andere Parameter für den Rauchentwickler im Soundfile
(Da ich kein Soundfile der Brockenlok habe, kann ich die Parameter nicht vergleichen. Von der HG 3/4 gibt es das File von ESU zum Runterladen.
Der Dual-Rauchentwickler produziert weniger Luftstrom.
Das könnte an der deutlich anderen Konstruktion vom Gebläse liegen, bin da aber kein Fachmann für Gebläse.
der kürzere Schlot der Brockenlok erzeugt sorgt für weniger Luftzug.
Was meint ihr dazu?
Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob die Nachteile des Dual Raucherzeugers den Vorteil vom Zylinderdampf wirklich aufwiegen?
Ich bin mir selber nicht ganz sicher. Der Dual Raucherzeuger muss jedenfalls öfter nachgefüllt werden, was im Garten schon etwas lästig ist. Schade, dass der Tank nicht größer gemacht wurde.
Nik