Nach einem Monat Bauzeit sind der geänderte Streckenverlauf und die Oberleitung auf dem unteren Anlagenteil endlich fertig und die ersten Züge konnten ihre Runden drehen...
Ich finde die Oberleitung allein ist schon ein Hingucker, vor allem im Garten oder, wie Mibema sagen würde, in freier Wildbahn.
Auf meiner Kellerwandbahn haben die Masten bei exakt gerader Verlegung einen Abstand von höchstens 520 Millimetern bei R3. Zum Testen habe ich allerdings mehrere Loks Probe gefahren, bei jeder ist der "Pantolauf" etwas anders.
Dazu habe ich auch Quertragwerke selbst gebaut, das macht da ganze nicht einfacher, und die Masten sind nicht am Gleis befestigt.
Zusammengefasst: Im Keller ist alles viel einfacher, und draußen zählt allein die Freude an einer tollen Anlage.
Ja die Pantographen sind allesamt von Sommerfeldt und haben Standardbreite, allerdings neigen die Scherenstromabnehmer mit gebogenem Abnahmebügel - im Bild - dazu, seitlich von der Fahrleitung zu rutschen.
Natürlich „arbeitet“ der Oberleitung auch und unterliegt Schwankungen in der Ausdehnung, was dazu führen kann, dass, wenn die Fahrdrähte zu wenig Spiel haben, die Masten dann schräg stehen. … Es wird niemals langweilig.
Ich freue mich, dass ich die Oberleitung auf meiner Anlage habe und aufgebügelt fahren kann, da kommt es mir ehrlich gesagt auf ein paar leicht gebogene Fahrdrähte nicht wirklich an… ;)
Liebe Grüße
Peter
Das ist die Hauptsache, sieh es bitte nicht als Kritik, sondern als neugierige Fragen an, das Wagnis "Oberleitung im Garten" ist kaum jemand eingegangen, entsprechend dürftig sind die Erfahrungen.
Hier bei mir wären schon Katzen und Igel ein no-go dafür ;)
Was du über die verschiedenen Pantografen schreibst ist interessant, sind die nicht alle von Sommerfeld ? Eigentlich müssten die von LGB verbauten alle gleich breit sein, auch der historische, das die Auslenkung natürlich variiert ist klar, beim Bügeleisen schon anders als bei der Kasten Ge2/4 wegen des Mittenführerstandes.
Schreib ruhig mal weiter wie Deine Erfahrungen sind. Bin auch gespannt auf den nächsten Winterbetrieb bei Dir. Ob sich die Fahrdrähte auch längen/kürzen mit der Temperatur wie die Gleise ?
:)
Michael
P.S. heute gibt's die Sommerneuheiten von LGB, mal sehen was kommt.
Wer das ganze vorbildgerecht mit ganz geraden Fahrdrähten, passenden Mastabständen und eventuell mit Abzugsmasten gestalten will, der muss eine eigene Oberleitung basteln, mit dem erhältlichen Programm von LGB oder AZB ist da nichts zu machen.
Dazu ist noch zu sagen, dass die diversen E-Loks, die ich habe, ganz unterschiedlich breite Pantografen haben, die auch unterschiedlich stark ausschwenken, das macht die Fahrdrahtverlegung ziemlich kompliziert.
Ich freue mich, dass ich die Oberleitung auf meiner Anlage habe und aufgebügelt fahren kann, da kommt es mir ehrlich gesagt auf ein paar leicht gebogene Fahrdrähte nicht wirklich an… ;)
Was das Problem in engen Radien betrifft, das wurde bei der RhB in der Alp Grüm Kurve etwas anders angegangen.
Die alte Fahrleitung wurde sogar noch mit den Masten auf der Aussenseite der Kurve erstellt.
Die andere Lösung wäre mit zusätzlichen Abzugmasten mittig von den Normalmasten. Das beeinträchtigt die Optik viel weniger.
Das gilt auch für die Mastposition ausserhalb der Kurve auf Flachland-Anlagen bei denen das "Alpenpanorama" nicht verschandelt wird. ;) ;)
**Schönen Gruss
HJ
Hans-Joerg Mueller
Coldstream BC Canada
RhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war.
Ausserdem alles nur Adhäsionsbetrieb **
Eigentlich läuft der Fahrdraht immer wieder hin und her, so schnell wird der Panto also nicht durchgesägt werden, dazu ist auch der Anpressdruck viel zu gering.
Dass der Fahrdraht in den Kurven leicht gebogen ist, ist richtig, das ist den Mastabständen geschuldet, die ich möglichst groß halten wollte. Große Mastabstände - mindestens 60 cm, - und gerade Fahrdrähte sind bei R3 Kurven nicht möglich.