Kurvenüberhöhung
Gartenbahn
Frage zum Gleise Verlegen:
Ich habe heute testweise ein paar R5 Gleise außen an etwa jeder 5. Schwelle mit einem 5 mm starken Stückchen Holz unterlegt - sieht recht ansprechend und auch durchaus glaubhaft aus.
Wie haltet Ihr das mit der Überhöhung der äußeren Schiene im Kurvenbereich? Für die Optik dezent überhöhen, oder im Hinblick auf Betriebssicherheit lieber darauf verzichten?
Gruß aus dem Rheinland
Uwe
Hallo zusammen, die Überhöhung ist schon angebracht bei grossen Radien. Ich habe ein Stromkabel (1,5 Quadrat )zum Unterlegen verwendet,man kann es weiter unter die Schwellen schieben um mehr zu "überhöhen" und zum Ende der Kurve hin zieht man es weiter nach außen,dadurch bekommt man einen guten Übergang in die Gerade. In diesem Sinne viel Erfolg. Gruß Dirk
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Da kann ich Daniel nur beipflichten: Eine Kurvenüberhöhung ist ein "Must". Aber es stimmt auch, eine Überhöhung mit festen Gleissegmenten ist schwierig, da sich das Profil auch in der Höhe der Neigung anpassen muss. Ich habe bei meiner Kellerwandbahn KwB die Bögen zunächst mit R3 Elementen ausgelegt und später durch ein einteiliges Flexgleis ersetzt. Damit konnte ich erreichen, dass die Übergänge stetig sind und die Fahrzeuge ohne Achsausgleich, wie z. B. die Magnus Wagen, nicht aufsteigen und ausgleisen. Für eine Innenanlage reichen außen ca. 3 Millimeter, das entspricht einer Überhöhung von ca. 2°. Schwierig wird es, wenn Bogenweichen im Spiel sind. Hier sind es außen dann gut 5 Millimeter die im weiteren Verlauf kompensiert werden wollen. Übrigens läßt sich der Verlauf der Steigung mit einer Wasserwaagen-App, z. B. BubbleLevel, gut überprüfen, bevor man daran geht, das Gleis mit Schotter und Kleber zu fixieren.
Manhart schrieb: [quote="RhB_HJ" post=14971]Beim Vorbild wird die innere Schiene abgesenkt und die äussere angehoben.
Dies ist für die Schweiz korrekt, aber nicht für andere Länder. Da bleibt die innere Schiene auf der gleichen Höhe und nur die Schiene auf der Kurvenaussenseite wird um die gesamte Überhöhe angehoben.
Gruss Matthias
Gut möglich, Uwe baut aber nach RhB Vorbild.;)
**Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada
RhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war. Ausserdem alles nur Adhäsionsbetrieb **
Hallo,
also mit Standardgleisen ist eine Überhöhung schwer realisierbar. Das feste Schwellenbett lässt sich nicht 3 dimensional verformen. Flexgleis ohne Schienenstoss in der Überhöhung ist hier besser geeignet. Aber Vorsicht, nicht mit der Überhöhung übertreiben und mit Fahrzeugen aufpassen, die keine 3 Punktlagerung besitzen. Also die Kiss Ge 6/6 II ist sehr wählerisch was Ein- und Ausleitung der Überhöhung betrifft, Beispiel für Wagen: Scheba Bex.
Grüsse
Herby
RhB_HJ schrieb: Beim Vorbild wird die innere Schiene abgesenkt und die äussere angehoben.
Dies ist für die Schweiz korrekt, aber nicht für andere Länder. Da bleibt die innere Schiene auf der gleichen Höhe und nur die Schiene auf der Kurvenaussenseite wird um die gesamte Überhöhe angehoben.
Gruss Matthias
Hallo Uwe, :)
Bevor ich messen kann muss erst mal der Schnee weg. Kopien der entsprechenden RhB Regeln per email. Beim Vorbild wird die innere Schiene abgesenkt und die äussere angehoben. Im Garten mit unserem "Leiterprinzip"geht das einfach, mit festem Unterbau nicht ganz so einfach. Rein für Optik? Unterlegen, Bild schiessen und mit Kurvenbildern der Albulalinie vergleichen, ;)
**Schönen Gruss HJ Hans-Joerg Mueller Coldstream BC Canada
RhB - ganz weit im Westen von Canada ca. '69 bis '75. Als die RhB noch vorwiegend grün und wenig(er) verschandelt war. Ausserdem alles nur Adhäsionsbetrieb **
Kurvenüberhöhung ist ein "Must" - wenn man eine Modellbahn baut, bei Spielzeug nicht. Hat auch überhaupt nichts damit zu tun, ob man eine Stainz mit Vollgas durch die Kurven "hauen" will - sondern mit der Optik. Und natürlich ist es vorbildlich! Kurvenüberhöhung braucht es für einen sicheren Betrieb nicht - es ist einfach nur schön! Und je grösser der Radius, desto gailer sieht es aus, wenn sich eine Ge 6/6 II oder eine Ge 4/4 mit ihrem Zug in die Kurve legt. Wie man eine Kurvenüberhöhung realisiert zeigen die Spur 1er oder die Spur 0er. Es MUSS absolut präzise sein, also nicht einfach jede 5 Schwelle Unterlagen. Man fängt VOR der Kurve mit unmerklichem Erhöhen an und steigert allmählich (über den Übergang in die Kurve) bis zur max Überhöhung und beginnt dann, gegen das Kurvenenede hin wieder in die Gerade hinein, mit dem verringern der Überhöhung. (Ja, bereits im Geraden wird überhöht!) Die schlechtesten Resultate erzielt man dabei mit der Kombination - Geraden 600mm und R5 Standart Bogen. Die BESTEN Resultate mit 5m Flexgleis (Edelstahl oder Messing spielt keine Rolle) und jetzt kommt`s - gebogene Flex machen durch das Biegen fast schon automatisch eine minime Überhöhung! Und der erwähnte, unschöne "gerade-bogen(*)" Übergang bei Standartgeleisen entfällt vollständig, da der Einlaufbogen aus Flexmaterial entsteht.
- hier wird Dir sicher einer empfehlen, solche Übergänge mit verschiedenen grossen Radien (vom grössten zum kleinsten) zu realisieren, ist im Vergleich, zu einem geschmeidigen "Flexeinlaufbogen", natürlich nur ein billiger Abklatsch und gerade so viel Wert, wie ein Gleis sieht:lol:
LGD
Hast Du diesen Versuch mit Schraubverbindern gemacht ?
Ich hatte ein ganz klein wenig Überhöhung, aber sobald ich auf die schraubbaren Verbinder gewechselt bin, lag alles topfeben bzw. "wollte" so liegen... ;)
Bei R5 würde ich auch darauf verzichten, es sein denn Du willst eine Stainz mit Vollgas da duchjagen. :laugh:
Grüße Michael

