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Gartenbahn

Kiss Ge 6/6 II "tieferlegen"?

21 BeiträgeZurück zum Thread
  1. #1 · Velimirovic Nikola 04.01.2019, 12:41

    ich rudere gleich zurück. Nachgemessen: es geht nicht, weil kein Platz für das Flachkabel zu den Lampen übrig bliebe. die Aufgeklebten Ringe, die die Lok , denke ich unmaßstäblich heben, waren offensichtlich die herstellerseitige Lösung des Kabelproblems... Die Lok bleibt also weiterhin hochbeinig... Nik

  2. #2 · Becker Michael 04.01.2019, 15:14

    Die Abstandsringe waren zum austarieren, damit die Drehgestelle unter dem Rahmen noch ausschwenken können. Das ist glaube ich bis R2 nötig, und KISS garantierte ja sogar R1.

    Gemeint ist die Pufferbohle die noch unter der Unterkante vom Gehäuse durchpassen muss, auch bei leichtem Gefälle/Steigung.

    Ich habe nach 5 Bodenplatten-Umbauten so meine Erfahrungen mit der Konstruktion, bin ja selber noch an maram's letzter Lok dran.

    Grüße Michael

  3. #3 · Bernd Kiderlen07.01.2019, 18:02

    Hallo Michael (Mibema), da Du den Bodenplattenumbau ansprichts und Du mir als Spezialist hierfür bekannt bist: Ich habe gerade einen Umbau einer Ge 6/6 II hinter mir, danach hat sich allerdings ein leichtes Absacken beider Gehäushälften zur Mitte hin ergeben (ca. 0,5 bis 1mm gegenüber den Führerständen). Idee meinerseits nun, dies bei den 4 Löchern/Zapfen, in denen die mittleren 4 Schrauben für das Verbinden von Platten und Gehäuse greifen, mittels kleiner Unterlegscheibchen auszugleichen. Oder gibt es aus Deiner Erfahrung eine bessere/einfachere Lösung (Ausgleich beim mittleren Drehgestell schaffen?)? Viele Grüße Bernd

  4. #4 · Herbert Schneider07.01.2019, 19:19

    Hallo,

    als erstes sicherstellen, dass die Bodenplatten genau im Wasser liegen. Korrektur bei Mitte tief entweder in der Mitte unterlegen oder beide Auflager tiefer ausfräsen.

    Höhendifferenzen ansonsten mit Unterlegscheiben ausgleichen, ggf. diese dann unter die Plastikzapfen kleben. Profi-Lösung: Plastikzapfen (8 Stück) mit Messingrohr umfassen, dann kann man Höhenunterschiede so ausgleichen und das Ausreißen der Schrauben wird minimiert.

    Grüsse

    Herby

  5. #5 · Neumann Daniel 07.01.2019, 19:25

    ..entweder in der Mitte unterlegen oder beide Auflager tiefer ausfräsen... Nicht entweder! Nur oder!! Beide Drehzapfenauflieger tiefer fräsen, dann sieht es nachher Top aus! Wer die Mitte anpasst, hat immer noch eine hochbeinige Lok, noch schlimmer, als bei der Auslieferung von Kiss. (Das war damals ein Thema, dass dieses Modell zu hochbeinige war..)

    LGD

  6. #6 · Herbert Schneider07.01.2019, 19:54

    Hallo,

    anbei Hinweise aus der Prototyp-Erprobung Justierung Bodenplatte

    So sollte das dann aussehen:

    Die Pfosten neigen zum Ausbrechen der Schraubenlöcher und sind unterschiedlich lang.

    Dies sind Anhaltsmaße für die Pfostenlänge

    Hier die Einfassung mit Messingrohr (Bild stammt von der Gem). 3mm Gewinde in den Pfosten 15mm tief geschnitten. Dann hält die Verbindung auch das höhere Gewicht der Lok aus.

    Grüsse

    Herby

  7. #7 · Velimirovic Nikola 08.01.2019, 09:19

    Hallo Herby, die Messingrohre musstest aber seitlich durchfräsen, damit sie auf die Kunststoffstutzen aufgeschoben werden können, oder?

    Ich verstehe, dass Kiss wegen der Bogenläufigkeit bis hinunter zu R1 den Lokkasten so hoch legen musste, damit die Fahrgestelle seitlich darunter ausschwenken können. (LGB wird es sicher auch tun) Ich habe aber nichts kleiner, als R3, und bei R3 bleiben sie noch innerhalb des Lokkastens. Daher könnte der Lokkasten etwas tiefergelegt werden, (um dem Original näher zu kommen -oder irre ich mich?) Aber wenn ich das ausgemessen habe, blieb zwischen dem Führerstandboden und der Bodenplatte gerade nur Platz für das Flachkabel (etwas weniger als 2mm). So wie ich das sehe, könnte man die Lok maximal um diese 2mm tiefer legen, wenn man das Kabel irgendwie, z.B. über das Dach und dann zwischen den Fenstern hinunter führen würde, aber der Aufwand dafür wäre nicht gering. Übrigens, mit welcher Farbe hast Du den Führerstand von Innen seitlich angestrichen? Selber zusammengemischt? Nik

  8. #8 · Bernd Kiderlen08.01.2019, 20:18

    Vielen Dank Herby, das hilft mir sehr weiter! Viele Grüße Bernd

  9. #9 · Velimirovic Nikola 08.01.2019, 21:47

    Hallo Herby,

    ich nehme an, für die sehr sinnvolle Unterstützung der Kunststoffstutzen hast du ein Ms Rohr mit Innendurchmesser 6mm verwendet? Zufällig habe ich eins zu Hause und kann es daher auch gleich machen... Nik

  10. #10 · Herbert Schneider08.01.2019, 23:35

    Hallo,

    ich versuche mal die Fragen zu beantworten

    1. Die Pfosten werden mit Messingrohr Innendurchmesser 6mm eingefaßt. Dabei wird ein ca. 1mm breites Segment herausgeschnitten und das Messingrohr entsprechend aufgeweitet. Anschließend Aufpressen und Verkleben mit 2K.

    2. Lackieren der Führerstände. Farbton Reseda-Grün seidenmatt. Gibt es als Duplicolor Aerosol Art in der Sprühdose RAL 6011 resedagrün BestellNr. 667268. Problem es muss alles sauber abgeklebt werden, vor allem die Fenster, wenn man die nicht "ausbrechen" und wiedereinkleben will. Ich habe mit Puderzucker-Wasser Gemisch oder Silikon zur Abdeckung experimentiert > Riesenaufwand. Daher wurde dann die Partie um die Fester mit Pinsel bemalt. Profimedellbaufarbe im Glas "Life Colours". resedagrün.

    3. Tieferlegen Die Auflager in den Bodenplatten kann man nur durch Ausfräsen tieferlegen, allerdings max. 1 mm, ansonsten können die Getriebe nicht ausreichend in Fahrtrichtung pendeln. Die Führerstände verhindern ein Tieferlegen durch Kürzen der Kunststoffpfosten, da die Führerstände von Haus aus in der Höhe gestaucht sind ist auch hier wenig Spielraum gegeben. Deshalb habe ich bisher auf Tieferlegen verzichtet, mit den neuen Bodenplatten erscheint der Aufwand sehr hoch.

    Grüsse

    Herby

  11. #11 · Velimirovic Nikola 09.01.2019, 10:30

    An dieser Stelle eine großen Applaus für Herby! Mit solchen Beiträgen hilft man wirklich den anderen sehr viel, man muss das Rad nicht nochmal erfinden. Ich sehe, die Lok bleibt noch etwas länger auf meiner Werkbank...

    Nik

  12. #12 · Herbert Schneider10.01.2019, 10:30

    Hallo,

    nochmals zum Thema Tieferlegen:

    Bei den Prototypplattne habe ich die Aufnahme für die Kunststoffauflager (die vom ABe 4/4 II und nicht wie richtig von der Gem waren) ausgefräst (rund 1,5mm). 2 Probleme:

    1. Mitteldrehgestell, wie tieferlegen?
    2. Bei Senken und Kuppen (d.h. wenn man nicht auf einer ebenen Anlage fährt) haben dann möglicherweise die Getriebe nicht mehr genügend Spielraum, um in Fahrtrichtung zu pendeln. Ich habe das im Rahmen meines "Reinigungsmobils" mit den Prototypbodenplatten getestet

    Man könnte, wie schon angesprochen, den Führerstand in der Höhe schrumpfen lassen, z.B den "Fußboden" weglassen und die Bodenplatte als neuen Boden verwenden. Da müsste man aber die Verkabelung anders führen und vor allem muss dann auch die Lichtplatine angepasst bzw. neu erstellt werden. Wenn jemand eine einfachere Variante weiß, nehme ich die gerne für meine Loks in Angriff. Bin mal gespannt wie MLGB das löst (wieviel Maßstäblichkeit da kommt)

    Grüsse

    Herby

  13. #13 · Bernd Kiderlen10.01.2019, 15:47

    veni schrieb: An dieser Stelle eine großen Applaus für Herby! Mit solchen Beiträgen hilft man wirklich den anderen sehr viel, man muss das Rad nicht nochmal erfinden. Ich sehe, die Lok bleibt noch etwas länger auf meiner Werkbank...

    Nik

    In der Tat, dem kann ich nur voll und ganz zustimmen! Vielen Dank, Herby!

    Viele Grüße Bernd

  14. #14 · Becker Michael 10.01.2019, 21:12

    Schaut Euch bitte vor allfälligen "Schnitzarbeiten" an, welche Version von Platten Ihr eigentlich habt.

    Ich habe auf diversen Bilder gesehen, das mindestens ein Prototypensatz ausgeliefert wurde (an herby) und mindestens einer der einseitig zu tief ist, also vorletzte Serie.

    Bei letzterem muss man auf der einen Seite dann einfach nur die Beilage rausnehmen, dann ist die schon 1mm tiefer wer's unbedingt braucht.

    Nur als Tip... ;)

    Michael Herby's Platten hatten auch falsche Auflager (zu enge) , aber damals waren wir nicht wählerisch und haben auch Prototypen angepasst, um die Loks wieder in's reine zu bekommen.

  15. #15 · Hans Beat Schweizer12.01.2019, 11:58

    Da ich meine beiden Ge 6/6 II auch noch auf dem Werktisch stehen habe, bin ich nun etwas weiter gekommen in der Entscheidung, wie ich vorgehen kann, um wenigstens minimale Verbesserungen zu bekommen. Fuer die eine Lok habe ich von Kiss neue Platten bekommen, die andere "begnuegt" sich mit den Originalen. Ein weiteres Problem ist die Beschriftung an den gruenen Loks... Cheers Battli

  16. #16 · Velimirovic Nikola 21.01.2019, 16:10

    Hallo Herby,

    ich habe nun auch die Messingröhrchen drauf. Allerdings musste ich sie nach dem Einkleben auf den Lokseiten, wo jeweils der Führerstand ist, mit der Feile etwas abtragen, (d.h.) nach innen vom Gehäuse hin die Rohrwand dünner machen, weil in den Chassisplatten in den Ausschnitten nicht genug Platz war. Auf der Seite näher zu dem Verbindungsgelenk war es kein Problem, dort ist die Aussparung großzügiger. Hast Du die originalen Schrauben für die Befestigung von Chassis auf die Stutzen des Gehäuses wiederverwendet, oder irgendwelche anderen?

    Übrigens fiel mir in Deinem bebilderten Statusbericht zu dem Chassis, dass Du damals Auflagen für Dreipunktlagerung darauf hattest, während mein Chassis auf beiden Seiten die gleichen Auflageplatten hat. Allerdings glaube ich jetzt, dass es aufgrund der Spiralfeder auf den Drehgelenken eher keine Rolle spielt... Grüße

    Nik

  17. #17 · Herbert Schneider21.01.2019, 20:24

    Hallo,

    nach Anbringen der Messinghülsen habe ich die Schraubenlöcher mit 2,5mm nachbebohrt bis auf 20mm Tiefe. Dann wurde ein M3 Gewinde hineingeschnitten. Die Befestigung wird jetzt mit 8 M3/20mm Niro Schrauben bewerkstelligt. Getestet mit 5kg Belastung.

    Anfänglich hatte ich die falschen Auflager vom ABe 4/4 II mit Dreipunktlagerung. Bei ersten Fahrversuchen hat sich die Dreipunktlagerung bei der Ge 6/6 II in meinen überhöhten Kurven nicht bewährt. Deshalb habe ich jetzt 2 gleiche Auflager. Die Getriebe habe ich mit längeren Schrauben befestigt, so dass die Federspannung nicht mehr so gross ist.

    Grüsse

    Herby

  18. #18 · Velimirovic Nikola 21.01.2019, 22:17

    Hallo Herby, die von Dir beschriebene Bearbeitung, auf 2.5mm aufbohren und M3 Gewinde schneiden kann ich auch machen, es wundert mich nur, dass das feine M3 Gewinde mehr Halt im spröden Kunststoff bietet, als der relativ grobe Profil der originalen Schrauben, die aber natürlich weniger Gänge haben. Ich gebe aber zu, dass ich selber auf dem Gebiet keine ausreichende Erfahrung habe. Du kannst also, wenn ich das richtig verstehe, diese Änderung eindeutig empfehlen? Ein Bisschen Angst habe ich dabei, zumal es das nichtersetzbare Gehäuse der Lok unwiederbringlich modifiziert... Nik

  19. #19 · Herbert Schneider21.01.2019, 23:24

    Hallo,

    also bei meinen Loks waren mindestens 2 der Kunststoffpfosten unten teilausgebrochen, da die Blechschrauben nicht genau in der Flucht eingedreht waren. Ausserdem waren hier 10mm Blechschrauben im Einsatz. Das Schraubenloch war oben schon so 2,4mm gross, also nur minimal auszubohren. Der zusätzliche Halt kommt durch mehr Windungen und eine deutliche Vertiefung des Schraubenlochs.Ausserdem lassen sich die kurzen Bleckschrauben leichter überdrehen als 20mm Gewindeschrauben und Blechschrauben scheiden sich ein deutlich unpräziseres "Gewinde" als ein M3 Gewindebohrer.

    Nebeneffekt ist, durch die längeren Schrauben kann man diese zur Hälfte eindrehen und dann die Gehäusehälften fluchten und mit einer Schublehre die erforderlichen Zwischenscheiben ausmessen (Schraubenüberstand original und nach Korrektur). Diese habe ich dann mit 2KK unten auf die Kunststoffpfosten aufgeklebt.

    Noch ein Tip: Aufbohren mit einem Bohrständer, Parallelität des Bohrers zum Pfosten aussen kontrollieren und mit niedriger Geschwindigkeit bohren damit der Kunststoff nicht weich wird.

    Grüsse

    Herby

  20. #20 · Velimirovic Nikola 22.01.2019, 08:48

    Hallo Herby, danke für die abermals präzise Beschreibung. Ich dachte schon, die lok heute fertig zusammenzuschrauben, aber da mir gestern beide Sankt Moritz Stadtwappen abgefallen sind, und aufgeklebt werden müssen, wird es zusammen mit der von Dir beschriebenen Methode der Befestigungsänderung wohl eher am Wochenende passieren. Einen Herstellerschild, der schon längere Zeit vorher abfiel, habe ich vorgestern mit 2K aufgeklebt. Man sollte sie alle neu aufkleben, bevor sie in einem meiner zahlreichen und langen Tunnels (bis 9m) spontan verloren gehen.

  21. #21 · Velimirovic Nikola 10.08.2026, 15:12

    Hallo och mals zur Ge 6/6 II

    Ist der Lokkasten eigentlich nicht etwas zu hoch gegenüber dem Lokrahmen gelegen? Sollte man die Lok nicht um ein paar mm "tieferlegen"? Da sind auf dem Plastikgehäuse etwa 2mm dicke Ringe auf den Befestigungsstutzen, die man vielleicht herausnehmen könnte... Hat es jemand schon probiert?