- #1 · Herbert Schneider09.01.2024, 15:53
Hallo Stefan,
das Problem ist schon bei mehreren Ge 4/4 II aufgetaucht. Da hat der Chinese einfach die Schraube nicht richtig hineingedreht.


Dazu muss man die Lok öffnen (oder nach Ilanz fahren) Lokliege Räder nach oben. Am besten sich einen Tragbügel machen
der in die Schraubenlöcher im Chassis eingreift. Die Federpakete stören...

Als erstes die Federpakete demontieren (grüne Pfeile) Dann 8 Schrauben entfernen (rote Pfeile)
Jetzt lässt sich das Chassis mit Innenleben vorsichtig herausheben (deshalb der Griff), Achtung Kabelverbindung zum Dekoder ausstecken.
Dann beim entsprechenden Drehgestell den Motor ausbauen, Zahnriemen abnehmen und das Drehgestell korrekt fixieren.Viel Erfolg
Herby
- #2 · Rene Müller10.01.2024, 06:44
Man muss nicht extra nach Ilanz fahren - auch in Deutschland hat Kiss Modellbahnen Schweiz kompetente Servicetechniker.
Modellbahnambulanz
Stäffelsbergstraße 7 76889 Dörrenbach
Tel.: 06343/9249822 Fax: 06343/9249821 info@modellbahnambulanz.de
- #3 · Stefan Diemling10.01.2024, 09:35
Hallo Herby,
Super - vielen herzlichen Dank für den Tipp. Dann werde ich entweder abwarten bis ich mir meine neue 4/4 II in Irland abhole oder ich werde mit viel Gefühl das Ganze angehen und selbst schrauben. Herzlichen Dank für die vielen Bilder, dass hilft wirklich und macht Mut, dass ich’s doch bald selber mache :-) Ganz lieben Dank ein tolles Forum. Macht immer Spaß mit Euch. Grüße aus Alling, Stefan
- #4 · Becker Michael 10.01.2024, 21:36
ABB schrieb: Hallo Herby,
Super - vielen herzlichen Dank für den Tipp. Dann werde ich entweder abwarten bis ich mir meine neue 4/4 II in Irland abhole oder ich werde mit viel Gefühl das Ganze angehen und selbst schrauben. Herzlichen Dank für die vielen Bilder, dass hilft wirklich und macht Mut, dass ich’s doch bald selber mache :-) Ganz lieben Dank ein tolles Forum. Macht immer Spaß mit Euch. Grüße aus Alling, Stefan
Genau deswegen machen wir das noch, obwohl es immer schwerer wird, sachliche Tips oder Umbauanleitungen zu verfassen, ohne das Frust und Hähme nachkommt. Mittlerweile sind nämlich die alte Hasen gut vernetzt und vieles läuft deswegen außerhalb des Forums, der Ton ist rauher geworden. Schade für Neulinge eigentlich.
BTW: Hat Dein user-Name etwas zu tun mit dem gleichnamigen Hersteller ;) ?
Grüße Michael
- #5 · Herbert Schneider10.01.2024, 22:35
Hallo,
Michael hat genau die Problematik angesprochen, es müsste sich ja niemand aufregen, wenn Kritik an Kiss Modellen mit Bilddokumentation stattfindet, wenn technische Nachrüstungen wie Entkuppler vorgestellt werden. Wer glücklich mit seinem Modell in der Vitrine oder im reinen Zugbetrieb ist - warum muss dann ein Angriff erfolgen, als ob Kiss Modelle der heilige Kral wären, Sowas wie ein lockeres Drehgestell darf einer Endkontrolle nicht entgehen. Klar gibt es jetzt aktuell eine neue Servicestelle in Deutschland - aber in welchem Umfang gibt es auch Ersatzteile für Kiss Loks? Und bei der Mechanik, Nachfertigung von Ersatzteilen war Heiner Bösch von Digitoys meist die letzte Rettung. Und Märklin holt technisch auf, insbesondere was die Fahrfunktionalität betrifft (Harzmallet). Und wenn man zu Piko schaut: Man kann in guter und verlässlicher Qualität in China produzieren, der Haken dabei, man muss wohl ständig vor Ort präsent sein. Das sieht man auch bei Accucraft, Bachmann etc.
Grüsse
Herby
- #6 · Becker Michael 11.01.2024, 10:43
Jeder von uns ist froh wenn z.B. jemand vor ihm schreiben kann, in welcher Reihenfolge etwas zu zerlegen ist. In vielen Anleitungen steht zwar "öffnen durch den Benutzer nicht nötig, Langzeitschmierung" und ähnliches, aber auch ich habe schon Zahnriemen ersetzen müssen bei einem KISS/SEMAPHORE Modell.
Da bin ich froh wenn ich erfahre wo ich anfangen muss... ;)
Ist auch beim LGB Capricorn so, welche von den 40 Schrauben (pro Wagen..) ist wofür und in welcher Reihenfolge zu entfernen....sonst fällt einem der ganze Krempel vor die Füße, und besonders spannend, wie herum wird es wieder zusammen gebaut.. ;)
Das mit den Zahnriemen ist bei KISS Metallmodellen so eine Sache, vermutlich werden die Modelle in China hergestellt, die Maße sind zöllig und nicht metrisch. Das sind Präzisionsriemen für Positionierantriebe, an sich eine Supersache aber schwer zu bekommen in unseren Gefilden.
Bei langer Vitrinenzeit werden die halt Oval und schlagen dann wenn man nach Jahren wieder fahren will.
Hier sind ja auch wieder welche drin.
Viele Grüße zur Allinger Bergbahn (ABB), wer lesen kann ist klar im Vorteil ;)
Michael
- #7 · Benz Peter 11.01.2024, 11:27
Ich habe mal zum Thema Zahnriemenantrieb (genauer: reiner Gummiantrieb bei den Scheba ABes) mit Herrn Schurer Jun. gesprochen und er war ganz überrascht, dass die zerbröseln mit der Zeit. Anscheinend haben die versucht extra einen Hersteller zu finden, der spezielle,langlebige Gummiriemen herstellt. Naja, langlebig heißt wahrscheinlich nur ein paar Jahre mehr und nicht für die Ewigkeit....und wer mal einen Scheba ABe Antrieb aufmachen wollte, wäre um jede Hilfestellung dankbar gewesen :) Daher weiter so mit Bildern und Erfahrungen-bitte. Grüße Peter
- #8 · Herbert Schneider11.01.2024, 12:53
Hallo,
das mit den Zahnriemen ist auch mir suspekt, sind die jetzt als Ersatzteil lagernd? Vor 5 Jahren war das nicht der Fall. Wenn man sich die Größe der Maxon Motoren in der Ge 4/4 I anschaut und dann diese aufwendige Mechanik über Zahnriemenantrieb, Kardanwelle und Schneckengetriebe, das könnte man ziemlich sicher mit vier kleineren Motoren mit direktem Achsantrieb einfacher lösen. Bei dem neuen Gepäcktriebwagen in Spur 1 ist das lt. Prospekt so umgesetzt. Bei entsprechend ausgewähltem Qualitätsniveau der Motoren, gleich ob Bühler oder Maxon, ist die Ansteuerung durch einen Dekoder relativ unproblematisch. Da sind bei der bisherigen Antriebsgestaltung mit Riemen und Kardan viel größere und unterschiedlichere Reibungsverluste zwischen zwei Motoren wahrzunehmen.
Grüsse
Herby
- #9 · Becker Michael 11.01.2024, 13:28
Der Riemenantrieb, speziell ein Zahnriemen wir hier, bietet große Vorteile:
- Entkopplung der Mechanik, also Geräuschdämmung
- kein Schlupf oder Zahnspiel, was regelungstechnisch optimal ist.
Wenn Du Dein Modell offen hast, Typennummer und Hersteller steht drauf auf den Riemen, die in meiner Ge4/6 und G 4/5 waren zöllig, und wurden in Deutschland nur von einem Lieferanten noch lagermäßig angeboten.
Selbstverständlich habe ich Ernst die Ersatz-Riemen für die G4/5 mit der Lok abgegeben.
Auch bei den HESGA-Zahnriemen ist das so.
Grüße
Michael
- #10 · Herbert Schneider12.01.2024, 08:41
Hallo Michael,
bezüglich Vorteile Zahnriemen hast Du natürlich recht. Nur muss die Konstruktion dazu passen. Bei Kiss ist der Motor mit seiner Halterung fest mit dem Drehgestell verbunden und dieses nicht schwingungsfrei mit dem Chassis. Bei der Nachrüstung der Ge 4/4 II mit Maxon Motor dieser sogar mit noch direkterem Kontakt mit dem Chassis.
Damit ist die Entkopplung per Zahnriemen aufgehoben.Und je schlechter der Rundlauf der Zahnriemenräder ist, desto mehr versucht ein guter Dekoder da gegenzuregeln. (http://herby.userweb.mwn.de/lgb/kroko1k.mp4)
Das Ergebnis ist eine Gehäuseresonanz und ein ruckelndes Fahren.
Also feinmechanisch muss das gut ausgeführt sein, auch ein Schnecken- und Zahnradgetriebe kann durch entsprechende Materialwahl leise sein.
Grüsse
Herby
- #11 · Velimirovic Nikola 12.01.2024, 09:17
Hallo, Peter(Pebe) hat in meine Wunde gestochen. Der Ausbau des völlig zerflederten und zerbröselten Zahnriemens aus meinem Scheba ABe3 hat mich mit der anschließenden Reinigung vom Getriebe recht viel Arbeit gekostet. Einen Ersatz aufzutreiben habe ich gleich aufgegeben, weil man für den Tausch auch noch die Räder von den Achsen hätte abziehen müssen. Als Ergebnis fahre ich jetzt den Abe mit nur jeweils einer angetriebenen Achse per Drehgestell . Allerdings bringt der Triebwagen mit seinen 8kg Masse auch so genug Traktion auf die Schienen, um alles zu ziehen, was er ziehen muss. Allso ein Fan von Zahnriemen bin ich definitiv nicht... Nik
- #12 · Stefan Diemling10.08.2026, 15:12
Hallo Gartenbahner,
ich habe zur Weihnachtszeit aus der Vitrine meine Kiss GE 4/4 II 618 wieder mal raus und um den Chirstbaum fahren lassen. Dabei habe ich festgestellt, dass ein Drehgestell ein Längsspielhat. Mindestens 3-5 mm. Ist das korrekt? Das andere sitzt fest und lässt sich nicht nach vorne und hinten verschieben. Habt ihr das auch oder oder muss ich die Lok aufschrauben und das Drehgestell wieder befestigen?? Dann wäre es hilfreich, wenn ihr mir Tipps für das Öffnen der Lok gibt. Liebe Grüße aus Alling Stefan
Allinger Bergbahn