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Hochwertige Modelle

Gartenbahn

  1. Hochpreisige Modelle

    Servus,

    scheint so, dass man bei MK Modells nicht schläft und den Bedarf nach hochpreisigen Modellen sieht. Neben den bereits bekannten RhB Wagenmodellen, wird jetzt das erste Lokmodell in IIm in Angriff genommen.

    schaut mal hier: https://www.mk-modells.ch/rhb-ge-2_4.html

    viele Grüße, Sebastian

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  2. Hochpreisige Modelle

    Hallo Andreas, deine Punkte zur Einordnung von Kleinserie und „hochpreisig“ kann ich gut nachvollziehen, gerade was die ursprüngliche Idee hinter Kiss betrifft. Ich glaube, ein Aspekt kommt in der Diskussion aber oft zu kurz: die persönliche Priorisierung.Für mich war das Thema nie „zu teuer“, sondern eher die Frage, wofür ich mein Budget einsetze. Viele haben von einem LGB-Typ fünf oder mehr Varianten im Bestand und kaufen lieber noch eine weitere Farbvariante, empfinden dann jedoch die Kleinserienmodelle als „zu“ hochpreisig.

    Ich bin da irgendwann bewusst einen anderen Weg gegangen, lieber zwei LGB-Modelle weniger und dafür ein wirklich besonderes Stück.So habe ich es schon in den 90ern gemacht, damals noch in Ausbildung und Studium, als ich auf mein erstes Kiss/Semaphore-Modell gespart habe. Bei mir war das die RhB Gem 4/4. Und genau dieses Gefühl, sich etwas Besonderes zu erarbeiten, hat für mich bis heute nichts verloren.

    Was diese Modelle für mich ausmacht, geht auch über reine Detailtreue hinaus:

    Es ist dieses Gesamtbild aus Gewicht, Laufkultur und Präsenz. Wenn so ein Modell auf einer Anlage unterwegs ist, merkt man sofort den Unterschied, selbst ohne Soundmodul. Da kommt nicht einfach ein Zug, da „arbeitet“ etwas.Mit der Zeit haben die Kleinserienhersteller, auch durch den Druck der Großserie und Marktforderung, immer weiter an Details draufgelegt. Teilweise so weit, dass aus robusten Fahrmodellen eher empfindliche Vitrinenstücke geworden sind.Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass frühere Kiss/Semaphore-Modelle, zum Beispiel die Ge 4/4 I, im Betrieb oft zuverlässiger und unkritischer waren als die spätere noch detailliertere Ausführung. Dinge wie filigrane Druckluftleitungen oder zusätzliche Effekte mögen optisch beeindrucken, sind im Anlagenbetrieb aber eher anfällig.

    Ein hochwertiges Modell sollte nicht nur durch Details glänzen, sondern vor allem auch im Betrieb überzeugen.Und genau das war für mich früher die große Stärke der Kiss Semaphore Modell. Sie waren nicht nur exklusiv, sondern auch kompromisslos nutzbar.

    Beste Grüße Harald

    Bearbeitet von Grüne Harald am 26.04.2026, 13:45

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  3. Hi Herby

    Mit der Bezeichnung hochpreisige Kleinserienmodelle kann ich leben. Denn damit wird wenigstens klar, dass es um eine Kombination aus kleiner Stückzahl, speziellem Fertigungsaufwand und entsprechendem Preisniveau geht – nicht einfach um „teuer“.

     Und absolut richtig: Ein hoher Preis ist noch keine Garantie für Detaillierung, hochwertige Mechanik oder perfekte Technik. Das gilt in der Modellbahn wie anderswo. Ein stolzer Kaufpreis kann ebenso gut aus kleiner Auflage, viel Handarbeit oder aufwendiger Fertigung entstehen – ohne dass automatisch jedes technische Detail Highend sein muss.

     Deine Einteilung nach Bauarten trifft es ebenfalls gut. Zwischen Kiss Modellbahnen mit klassischen Messingmodellen, Druckguss-/Messing-Konzepten im Highend-Segment von Märklin sowie modernen Lasercut- und 3D-Druck-Anbietern liegen konstruktiv Welten – und damit auch unterschiedliche Erwartungen.

    Gerade beim Thema Mechanik bin ich bei Dir: Auch im gehobenen Segment gibt es bis heute erstaunlich viel Luft nach oben. Manches wirkt eher historisch gewachsen als konsequent neu gedacht.

    Dass moderne Elektroloks nicht überall mit zeitgemässen Einzelachsantrieben auftreten, hat oft einen ganz praktischen Grund: Die dafür nötigen kleineren, querliegenden Motoren bringen in der Summe häufig nicht jene Kraft und Ausdauer, die ein grosser längsliegender Motor mit Zahnriemen- oder Kardanantrieb liefert. Dies wurde von Kunden, die etwa eine Re 4/4 II von Lematec mit einer Re 4/4 II von Kiss Modellbahnen verglichen haben, mehrfach bestätigt.

    Andererseits muss man fair bleiben: Viele Kleinserienhersteller bewegen sich in Stückzahlen, bei denen komplette Neuentwicklungen mit modernster Antriebstechnik wirtschaftlich kaum darstellbar sind. Was bei Grossserienherstellern auf tausende Modelle verteilt werden kann, muss bei Kleinserien auf wenige Dutzend oder hundert Exemplare umgelegt werden.

    Und Dein Schluss mit der Schnecke ist ohnehin kaum zu toppen. Bei uns Modellbahnern endet ein Schneckenunfall meist mit Putzlappen, Pinzette und einer kurzen Betriebspause – beim Vorbild mit Streckensperre, Rapport und vermutlich drei Formularen in doppelter Ausführung.

    Bearbeitet von Andreas Cadosch am 22.04.2026, 08:34

  4. @ Andreas

    Ich würde dann von hochpreisigen Kleinserienmodellen sprechen. Wobei hochpreisig keine Garantie für Detaillierung und hochwertige Mechanik ist. In diesem Segment sehe ich derzeit:

    • Vollmetall Messingmodelle (z.B. Kiss)
    • Vollmetall Druckguss + Messing (Märklin Highend)
    • Lasercut und 3D Druck (Eds GB, Trainmen.fun)

    Meine "Erfahrung" (im Freien fahren), sowohl bei Standard LGB als auch bei den Kleinserien ist mechanisch deutlich Luft nach oben. Beispiele:

    • LGB keine kuglegelagerten Achsen, keine Edelstahlradreifen, diese unsäglichen Schleifer und Haftreifen.
    • LGB Highend Mechanik und Antrieb zum Teil zu schwach, mfx Dekoder, Lärm statt Sound, abrauchende Entkuppler
    • Kiss Kupplungssproblematik, Zahnriemenantrieb mit Schneckenantrieb und Kardanwelle, Dampfloks bis zum Fünfkuppler über Gestänge (können in R3 gequetscht fahren). Warum bei modernen E-Loks nicht Einzelradantrieb? Das wäre Highend.
    • EDs GB, Trainman.fun  Oberfläche 3D Druck, Langzeitstabilität? Standardgetriebe mit zu kleinen Rädern oder Einzelkonstruktion im 3D Druck. Preis/Leistung?

    Andreas bei mir kommt bei überfahrenen Schnecken keine Staatsanwaltschaft und sperrt mir tagelang die Strecke und kein Gutachter stellt fest, ob die Schnecke suizidal war 😟

    In diesem Sinne Grüsse

    Herby

  5. Hallo 1er. Ich habe Anfang des Jahres bei meinem Händler nachgefragt. Scheinbar sind die Modelle fertig und stehen noch in China. wie in anderen Berichten erwähnt, sind die Eigentumsverhältnisse nicht ganz klar. Daher gibt es auch nicht so viele Intersenten, das Projekt zu übernehmen. Da die Modelle scheinbar fertig sind, werden sie whs. noch auf den Markt kommen, ausser LGB zieht mit einem Modell nach. 2029 wäre das 100ert jährige Jubiläum des VZ Krokodils :-) Und den Unterbau und Antrieb könnte man gleich für die Balkonlok mit wenig Aufwand verwenden. Träumen darf man noch. Viele Grüsse Martin

  6. Nachfrage in diesem Zusammenhang: was ist Stand bei dem ursprünglich von Kiss-CH angekündigten Deh 4/4?

  7. Hi Herby 

    Dein Post ist absolut zutreffend. In diesem Thread geht es jedoch eher um die Frage, ob die Bezeichnung **„hochpreisig“**wirklich passend ist – oder eben nicht. Sollten solche Modelle nicht  als Kleinserienmodelle oder allenfalls als hochwertige Modelle bezeichnet werden?

    Wobei ich persönlich finde, dass eigentlich nur **Kleinserienmodell **korrekt ist. Denn auch ein preislich günstigeres Modell kann hochwertig sein. Hochwertigkeit wird nicht durch den Preis definiert, sondern durch die gebotene Leistung, die Ausführung und die Qualität. 

    Absolut richtig ist jedoch auch, dass sich seit der Semaphore/Kiss Modellbahnen-Ära bis zu den heutigen Modellen sehr viel verändert hat. Wobei selbst diese oft genannte Bezeichnung historisch nicht ganz korrekt wäre. Semaphore war finanziell nie beteiligt, sondern übernahm primär den Vertrieb und brachte Ideen sowie Wünsche ein. Das Finanzielle Risiko trug Kiss alleine.  

    Ja, wenn es heute im Drehgestell eine Schnecke erwischt, ist durchaus ein nicht unerheblicher Reinigungsaufwand nötig. Wobei das auf gewisse Weise fast schon vorbildgerecht ist – nur dass es beim Vorbild keine Schnecken sind … 

    Das Thema Ersatzteile ist natürlich ebenfalls akut und berechtigt. Ich würde dieses Thema jedoch eher in einem separaten Thread behandeln – etwa unter dem Titel: „Sinn und Unsinn von Kleinserienmodellen“  Denn das ist nochmals eine eigene, spannende Diskussion.

    Bearbeitet von Andreas Cadosch am 20.04.2026, 07:45

    2 Personen haben sich bedankt

  8. Übrigens zum Flyer oben...die Maschinen sind von Heimu und ob Kiss die selbst rausgebracht hat,ist eher zweifelhaft.Günter kann sich zumindest nicht erinnern und die TSSD könnte sogar als Auftragsarbeit bei Hoehne entstanden sein.Immerhin garantiert deutsche Produktion.Sehr schöne Modelle,natürlich in der Detailierung nicht mehr mit heutigen vergleichbar....spricht jemand, der beide hat :) Grüße Peter

  9. Hallo,

    so schön diese hochwertigen Modelle auch sind, sie werden immer detaillierter, insbesondere untenherum. Vergleicht man eine Ge 6/6 II von Semaphore mit einer neuen Ge 4/4 I von Kiss CH, welche wird wohl Äste, Schnecken etc. besser abkönnen? Ich zumindest fahre dann immer mit einem mulmigen Gefühl, denn abgebrochene Teile sind nicht so einfach zu ersetzen. Insgesamt ist die Ersatzteilversorgung bei den hochwertigen Handarbeitsmodellen schwierig.

    LGB Seriengetriebe laufen nach Jahren des Stillstands (ggf. neu fetten) meist wieder einwandfrei. Ersatzteile sind meist verfügbar. Bei den Zahnriemenantrieben ist das anders. Wenn die nicht spätestens nach 12 Monaten mal in Betrieb gesetzt werden, kann sich der Zahnriemen (insbesondere wenn er altert) verformen, so das der Antrieb eiert und der Dekoder versucht das durch die Lastregelung auszugleichen. Ergebnis sehr unrunder Lauf. Die Zahnriemen sind meist zöllig und nicht so einfach zu erhalten. Von der Detaillierung absolute Spitzenklasse, feinmechanisch ist meist noch Luft nach oben. Das betrifft übrigens auch die LGB Highend Modelle.

    Grüsse

    Herby

  10. Hochpreisige Modelle

    Archiv: Kiss Katalog 1994 - Front und Seite 5  kiss_katalog_1994.jpg und Preisliste Nov. 94 - noch in D-Mark - grins Art.-Nr. 2131 - RhB Ge 2/4 - 3900 DM Grüße - Frank

  11. Schreibt doch einfach Hoch"wertig" , denn das sind sie doch, oder ? ;)

    Ob sich jemand diese zulegt, hängt wie immer von verschiedenen Faktoren ab, nicht nur dem Preis. 

    • Sammelgebiet
    • Preis
    • Ehepartner
    • Platz...

    ...usw. 

    Was mich betrifft kommt noch etwas hinzu, der gestrige Tag stand ganz im Zeichen von Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten der Strecke, und der Gedanke daran, das eine vergessene Brombeere oder Rose genügt, eine immense Beschädigung hervorzurufen, hält mich von Metallmodellen ab, die man eben so schnell nicht wieder instand setzen kann. Ich erinnere an Andreas' Ge6/6-II von KISS die mal  heruntergefallen war,  das war ein großer Bericht wieviel Arbeit die Reparatur gemacht hat. 

    Nur hinstellen und anschauen ist nicht mein Ding, Fahren im Garten  dagegen schon. 

    :)

  12. Hochpreisige Modelle

    Nachtrag: Werbeflyer 07b04 - Archiv  Extrablatt 7b_04.jpg

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  13. Hochpreisige Modelle

    Hallo zusammen, vorab - ich bin auch gespannt, ob dieses Projekt realisiert wird. Historie: Schon vor 30 Jahren konnte man eine LGB Ge 2/4 mit Frontumbau und technischem Tuning preislich enorm aufwerten. LGB Ge 2/4 205-207 Kleinstserie - Franks Garten-Bahnen  Grüße aus Berlin Frank

  14. Hochpreisige Modelle

    **Ja, wenn man immer wüsste, was man lostritt **… Ist aber kein Problem – auf alle Fälle danke für den Input.🙂

    Pekri und JimKnopf stimme ich durchaus zu. Ein Tuning eines LGB-Modells kann schnell sehr ins Geld gehen – und das Resultat bleibt am Ende: ein LGB-Modell. Deswegen jedoch grundsätzlich keine LGB-Modelle mehr zu kaufen, halte ich für eine Überreaktion. Gerade die FO/MGB HGe 4/4 II zeigt, was LGB leisten kann, und lässt hoffen, dass künftig noch mehr in diese Richtung produziert wird.

    Grundsätzlich stimmt es natürlich, dass etliche von Kiss Modellbahnen produzierte Modelle früher oder später auch als Kunststoffmodell erschienen sind. Ebenso richtig ist, dass Kiss selbst die RhB Gem 4/4 später in Kunststoff brachte – allerdings erst, nachdem der Erfolg durch das Kleinserienmodell erkennbar war. Keines der Kunststoffmodelle erreichte jedoch das Niveau der Kleinserienmodelle – zum Teil nicht einmal annähernd. Auch die eigenen Kunststoffmodelle von Kiss konnten die hohen Erwartungen nicht immer in allen Punkten erfüllen.

    Und eines ist jetzt schon klar: Die RhB Ge 2/4 von MK Models ist ein Schnäppchen. Ein Kleinserienmodell zu diesem Preis ist keineswegs teuer – auch wenn sich nicht jeder ein solches Modell leisten will oder kann. Aber ist das wirklich eine Bedingung dafür, dass ein Modell sinnvoll oder berechtigt ist?

    Von mir aus kann ich bei der Ge 2/4 offen sagen: nicht mein Beuteschema. Ich habe eine LGB-RhB Ge 2/4, die praktisch nie fährt – nicht weil sie kein Kleinserienmodell ist, sondern weil ich persönlich wenig damit anfangen kann. Trotzdem behaupte ich: Die MK-RhB Ge 2/4 wird ein Hammer.

    Und die Liste von JimKnopf? Fast genau so!! Einfach  zuerst der RhB ABe 4/4 I, dann die RhB GmF 4/4 II, danach die RhB Ge 6/6 81 und schliesslich die RhB G 2/3+2/2 … da würde ich schwach werden.

    Bearbeitet von Andreas Cadosch am 19.04.2026, 08:03

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  15. Hochpreisige Modelle

    Moin in die Runde,

    Andreas, deine Einordnung zu Kleinserienmodellen  unterschreibe ich sofort, gerade der ursprüngliche Gedanke bei Kiss Semaphore, Lücken zu schließen, war damals der eigentliche Treiber.

    Und genau da habe ich bei der G 2/4 aktuell meine Zweifel.Das Modell ist aus meiner Sicht eine vergleichsweise risiko­reiche Wahl, weil der Abstand zum bestehenden LGB-Modell einfach zu gering ist. LGB hat hier bereits sehr solide Arbeit abgeliefert, wir reden eher über Detailtiefe als über ein grundsätzlich fehlendes Fahrzeug.

    Damit verschiebt sich die Zielgruppe! Nicht mehr „endlich gibt es dieses Vorbild“, sondern „ich ersetze ein bereits gutes Modell durch ein noch besseres“.Und genau dieser Kreis ist erfahrungsgemäß dann nochmals kleiner. Ob man damit eine wirtschaftlich sinnvolle Stückzahl erreicht, wird spannend.

    Ich merke das auch bei mir selbst, da ich grundsätzlich gerne Kleinserienmodelle kaufe, aber hier springt der Funke nicht über. Vielleicht auch deshalb, weil ich selbst mehrere LGB-Varianten von dem Modell Ge 2/4 habe und der Mehrwert für mich nicht groß genug ist.Wenn ich mir Kleinserie anschaue, dann packen mich eher die Projekte, die wirklich eine Lücke schließen, so wie damals die Gem ( war mein erstes Kleinserienmodell)  oder auch später die Albula/Scaletta. Das waren Modelle, bei denen sofort klar war: entweder jetzt oder nie. Bei der Scaletta war meine Sorge so groß, dass die geforderte Stückzahl nicht zusammen kommt, so dass ich die Albula gleich mit bestellt hatte.

    Gerade da sehe ich nach wie vor enormes Potenzial im Markt. Beispiele, die mich persönlich sofort abholen würden:

    • G 2/3+2/2 (Mallet mit Vorläufer), für mich ein klarer „Blindkauf“
    • RhB BCe 4/4 („Fliegender Rhätier“), ideal in Kombination mit passenden Wagen, ergibt direkt einen kompletten, stimmigen Zug
    • BB Ge 6/6 81 der Bernina-Bahn
    • RhB GmF 4/4 II Gerade solche Fahrzeuge haben aus meiner Sicht zwei Vorteile: Sie sind entweder gar nicht oder nur sehr unzureichend verfügbar und sprechen damit sofort eine klar definierte Zielgruppe an.Dass es einzelne Ansätze im 3D-Druck gibt, ändert daran wenig, qualitativ und vom Gesamteindruck ist das einfach eine andere Liga.

    Beste Grüße Harald

    Bearbeitet von Grüne Harald am 19.04.2026, 07:40

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  16. Hochpreisige Modelle

    Meine Güte, hätte nicht gedacht, dass ich mit diesem Begriff eine derartige Reaktion lostrete. Ich habe selbst bestimmt genügend hochpreisige Kiss Modelle, die mir aber den Preis wert waren.

    Es ist doch so, dass es all diese Loks sowohl in Kunststoff oder in Messing gibt: Ge 4/4 I, II und auch III. Ja auch die Ge 6/6 I und II gibt es in beiden Varianten, selbst die Gem hat Kiss selbst in beiden Varianten gemacht. Und meist kostet das Messing Modell mindestens das 3-fache vom Kunststoffmodell. Was ist das? Ein Schnäppchen? Ihr sagt vermutlich ja ;-)

    Na, dann. Ich bin erstmal eh raus und kaufe keine Modelle mehr in LGB bzw. IIm Größe. Mein letztes Modell war die 222 von LGB - wie passend. ;-) Ich hatte nur den Flyer in Dortmund gesehen und wollte das Forum drauf hinweisen. Hat ja gut funktioniert.

    viele Grüße, Sebastian

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  17. Hochpreisige Modelle

    Ich bin sehr froh dass MK-Modells diese Lok herausbringt. Andreas hat präzisiert was ein solches Modell ausmacht. Wenn ich den für den Umbau meiner MLGB-Ge 2/4 aufgewendeter Betrag ausrechne komme ich auf etwa 2‘000 Franken. Ich habe aber immer noch ein Modell bei dem sehr vieles nicht stimmt. Ich hoffe dass viele diese tolle Lok bestellen. Es wird ein schönes Modell. 

    Herzliche Grüsse von Peter

    Bearbeitet von Kriemler Peter am 18.04.2026, 15:10

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  18. Hochpreisige Modelle

    Hochpreisige Modelle? – Ein Begriff mit Schlagzeilenpotenzial

    „Hochpreisige Modelle“ – das klingt wie eine Überschrift aus der Boulevardpresse. Man weiss zunächst nicht: Handelt es sich um eine freudige Neuankündigung oder doch eher um Empörung über Modelleisenbahnen im höheren Preissegment?

    Gerade jene Modelle, die oft vorschnell als „hochpreisig“ bezeichnet werden, wurden einst von der Firma Kiss Modellbahnen ins Leben gerufen. Und wer Günther Kiss wirklich kannte, wusste, dass es ihm nicht in erster Linie ums Geldverdienen ging. Vielmehr wollte er dem Modellbahner Fahrzeuge ermöglichen, die kaum je in einer Grossserie erschienen wären. Kiss verfolgte konsequent das Ziel, Modelle zu realisieren, die von Grossserienherstellern nie produziert wurden oder nie produziert worden wären.Begonnen hat es mit der RhB Gem 4/4 – einem Vorbild, das kaum jemals als massentauglich gelten konnte. Trotzdem entschied man sich, genau dieses exotische Fahrzeug als Modell umzusetzen. Produziert wurde es in kleiner Stückzahl – daher die Bezeichnung Kleinserienmodell – und in Messingbauweise.

    Auch hier liegt ein verbreitetes Missverständnis vor: Nicht Messing allein macht ein Modell teuer, und schon gar nicht automatisch profitabel. Vielmehr ist bei Auflagen von vielleicht hundert Stück ein Formenbau für Kunststoffmodelle wirtschaftlich kaum finanzierbar. Dieser Weg hätte am Ende eher zu noch höheren Preisen geführt.Das sogenannte Hochpreissegment entstand also nicht aus profaner Gewinnsucht, sondern aus dem Wunsch, den Modellbahnern Fahrzeuge anzubieten, die es sonst kaum je in eine Grossserie geschafft hätten. Das zeigen Modelle wie die RhB Gem 4/4, die Ge 6/6 II, die Ge 4/4 I oder der Ge 4/6.

    Diese Modelle richteten sich an Kenner, Liebhaber und Sammler, die genau diese Lokomotive besitzen wollten – und die Nase voll hatten von immer denselben Zillertalbahnloks und Harzer „Bullen“. Der Preis spielte dabei oft eine untergeordnete Rolle, weil den Käufern bewusst war, weshalb solche Modelle mehr kosteten als Grossserienprodukte.

    Selbstverständlich hatten auch die Messingbauweise, der hohe Fertigungsaufwand und die vielfach von Hand ausgeführte Montage ihren Anteil. Marketingseitig wurde dies gerne als „Messinghandarbeit“ hervorgehoben. Entscheidend war jedoch etwas anderes: Kleine Serien kosten mehr, weil Konstruktion, Entwicklung und Werkzeugkosten fast gleich hoch bleiben, sich aber nicht auf tausende Exemplare verteilen lassen.

    Und bei manchen Vorbildern ist eine grosse Stückzahl schlicht nicht zu erwarten. Als etwa der FO Deh 4/4 I angekündigt wurde, waren die ersten Reaktionen ja schnell da: „Ist nicht meine Bahn – brauche ich nicht.“Doch genau darin liegt der Sinn solcher Modelle: Sie müssen nicht jedem gefallen. Es genügt, wenn sie für jene gebaut werden, die seit Jahren genau auf dieses Vorbild gewartet haben.

    Diese Fahrzeuge pauschal als „hochpreisige Modelle“ darzustellen, ist deshalb der falsche Ausdruck. Er hinterlässt eher den Anschein: Möchte ich auch gerne – aber kann ich mir nicht leisten.  Dabei verkennt man, worum es bei solchen Modellen tatsächlich geht: um Leidenschaft, Seltenheit und die Erfüllung lang gehegter Wünsche.

    Bearbeitet von Andreas Cadosch am 18.04.2026, 10:58

  19. Hochpreisige Modelle

    Hallo Sebastian. MK-Modells lässt nach meinem Wissen, bei Nachfrage bei Matthias Kälin, bei der gleichen Firma in China produzieren wie Kiss Deutschland und Kiss Schweiz. Die Gb Wagen sehen sehr schön aus.

    Viele Grüsse Martin

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