Gem 4/4 Kiss in Messing (marode Kiste ...)
Gartenbahn
So, nachdem unterdessen schon einige Gem 4/4 Refit auf Gleisen in 1:22,5 unterwegs sind ist es an der Zeit, dass meine Gem 4/4 in Messing auch wieder fahrtüchtig wird. Ich habe die Lok zu einem günstigen Preis gekauft. Allerdings hat sich danach herausgestellt, dass ich eine ziemlich marode Kiste erworben habe. Da fehlen mal beide Puffer und verschiedene Bremsschläuche. Dann haben sich auch einzelne Bleche gelöst, welche wieder angelötet werden müssen. Den Abnutzungsspuren an den Schleifstücken der Pantos nach zu beurteilen ist die Lok wohl sehr viel gelaufen :unsure:
Unterdessen habe ich die gelösten Bleche wieder angelötet und für den Einbau des Lautsprechers eine Öffnung ins Bodenblech gebohrt / gefeilt. Leider sind meine Lötkünste nicht die Besten, aber das kommt irgendwann mit der Übung. Ausserdem war mein 30W-Lötkolben ein wenig zu schwach, den 60W wollte ich aber nicht nehmen, da die Bleche relativ dünn sind (0.5mm).
Als nächstes werde ich die Puffer herstellen. Zuerst wollte ich jene von train.li einbauen, deren Qualität ist jedoch mehr als dürftig. Deshalb werde ich ein bisschen Messing kaufen und die Puffer zumindest teilweise selber herstellen.
Als nächstes steht dann die Digitalisierung auf dem Programm. Dafür vorgesehen habe ich den MX695 mit Däppensound. Noch etwas unklar ist dabei, ob die Greencaps, welche ich als externen Energiespeicher anschliessen werde, auch den Sound puffern. In der Anleitung zum MX695 ist nämlich nur vom Motor und dem Licht die Rede. Ich habe mal bei Zimo nachgefragt, vielleicht bekomme ich ja eine Antwort...ansonsten läuft es auch einen Versuch aus.
Wenn die Kiste dann mal wieder fährt dann kümmere ich mich um die fehlenden Armaturen und Bremsschläuche. Ich hoffe da mal auf Kiss, dass ich da ein bisschen was an Material beziehen kann. Ganz generell ist die Lok aber echt ein Schmuckstück und es macht sehr viel mehr Spass daran herumzubasteln, als an all den anderen Kunststoffmodellen.
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RhB um 1990, als noch ohne Taktfahrplan gefahren wurde, letzte grüne Loks sowie GmP mit Ge 6/6 I verkehrten
Richtig, nicht immer können mechanische Gaps vom Decoder kompensiert werden. Basis für ein feines Fahrverhalten ist natürlich die Mechanik. Dennoch, wenn man ein Set an CV's einer ähnlichen Lok hat dann kann man dies als Ausgangsbasis nehmen und darauf aufbauen.
Bei meiner Gem 4/4 (hab's nochmals nachgeschaut) ist CV9=87 gesetzt. Allein durch die Anpassung von CV9 konnte ich das Fahrverhalten in der ersten Fahrstufe massgeblich verbessern. Geduld und methodisches Vorgehen führt hier meistens, nicht aber immer zum Ziel.
Wenn ich mir die Unmenge an CV's anschaue, die's bei einem modernen Decoder wie dem MX695 schon gibt dann frage ich mich schon ob das noch verhältnismässig ist. Schliesslich sollten wir uns besser an den Modellen erfreuen anstatt in den Tiefen der CV's unterzugehen...
Gruss, Stefan
RhB um 1990, als noch ohne Taktfahrplan gefahren wurde, letzte grüne Loks sowie GmP mit Ge 6/6 I verkehrten
Um das Ruckeln bei tiefer Geschwindigkeit zu eliminieren ist das CV9 nicht alleine zuständig. CV55-58 haben zum Teil auch einen Einfluss. Um die Werte dieser CV zu eruieren ist aber fast ein Hochschulabschluss nötig. Denn die CVs stehen in Abhängigkeit zueinander. Wird ein CV verändert, muss auch ein anderes unter Umständen wieder angepasst werden und umgekehrt.
Meiner Messing KISS RhB Ge 6/6 hat nach dem Software UpDate des MX690 Herr Holub von ZIMO Manieren beigebracht. Er hat aber relativ lange gepröbelt bis sie wieder seidenfein lief.
Hier die Werte:
CV 9 55 CV55 180 CV56 11 CV57 0 CV58 255
Diese Werte sind aber nicht einfach auf eine Kunststoff Lok anwendbar, denn die Getriebe sind nicht gleich. Also können die Werte einer Kunststoff Ge 4/4 nicht auf eine Messing Gem angewendet werden und würden nur aus Zufall ein gutes Fahrverhalten ergeben.
Manchmal kann es gar unmöglich sein, durch CVs etwas zu erreichen, denn die Möglichkeit besteht, dass die Motoren so unterschiedlich laufen, dass der Decoder gar nicht zurecht kommen kann.
Zu beachten ist noch, hat man einmal die optimalen Werte ermittelt, dann sind sie beim nächsten Decoderreset wieder weg und die Lok hat wieder das alte, schlechte Fahrverhalten.
Bearbeitet von Andreas Cadosch am 14.09.2011, 10:46
Hallo Stefan, vielen Dank für deine Antwort. So sind die Anfahreigenschaften bei meiner Ge 4/4, I, eben auch. Werde den CV 9 entsprechend deinen Anweisungen ebenfalls ändern. Es grüsst. Pedro
Pedro schrieb: Hätte eine Frage, welche Werte in CV 9 hast von der Grundeinstellung auf den neuen Wert eingestellt. Gruss Pedro.
Hi Pedro Die Defaulteinstellung für CV9 ist 55, was auch der empfohlene Wert für LGB-Loks mit Bühlermotoren ist. Allerdings ist die Lok in der ersten Stufe nur stotternd gefahren, was auch analog schon so war. Deshalb habe ich CV9 erhöht auf 75, wodurch eine spürbare Verbesserung eintrat. Im Gartenbahnoprofi 2/2011 wurde für den MV69 empfohlen, CV9 auf 99 zu setzen (Testlok war eine Ge 4/4 I von Kiss, also inetwa vergleichbar). Bei nächster Gelegenheit werde ich die CV9 also nochmals erhöhen.
Gruss, Stefan
RhB um 1990, als noch ohne Taktfahrplan gefahren wurde, letzte grüne Loks sowie GmP mit Ge 6/6 I verkehrten
Hallo Stifi schön dass deine Kiss Gem nun gut funktioniert. Hätte eine Frage, welche Werte in CV 9 hast von der Grundeinstellung auf den neuen Wert eingestellt. Gruss Pedro.
Trotzdem gibt das "lausige Bildchen" ;) doch für uns alle einen schönen Eindruck, Deiner Arbeit. :)
Danke und Gruss von Peter
So, unterdessen ist die "marode Kiste" wieder auferstanden (die Qualität des Bildchens ist ein bisschen lausig, sorry dafür). Mit dem Decoder MX695 bin ich hochzufrieden, er kaschiert (nach Modifikation von CV9) das Stottern in der ersten Fahrstufe weitgehend. Die Green-Caps helfen der Lok (inkl. Sound und Beleuchtung) auch über verschutzte Passagen weiter und der Däppensound präsentiert sich absolut rauschfrei. Ohne Sound wiederum rollt die schwere Lok (vielleicht auch dank gefederter Achsen?) praktisch geräuschfrei über die Geleise, ein Genuss.
Leider ist unterdessen auch noch ein Pantograph kaputt gegangen und da beiden Pantos schon einigermassen verbogen und die Schleifer ziemlich abgeschliffen sind beschaffe ich mir wohl neue. So wie ich das sehe sind es die "üblichen" von Sommerfeldt, frage mal bei Kiss für Ersatzteile nach.
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Bearbeitet von Juon Stefan am 04.09.2011, 14:37
RhB um 1990, als noch ohne Taktfahrplan gefahren wurde, letzte grüne Loks sowie GmP mit Ge 6/6 I verkehrten
Hallölchen Nach längerer Pause geht es auf die Zielgerade. Unterdessen habe ich mal den MX695KS mit dem Lautsprecher Visaton FRS7 montiert und eine kleinen Test gemache (noch ohne Greencaps und Beleuchtung. Der Sound scheint auf wirklich gelungen zu sein, obwohl ich die unendlich langen Bahnhofanssagen als etwas too much ansehe und das Echo beim Lokpfiff nicht sein müsste. Aber wem's gefällt. Dafür ist das Kurvenquietschen gegenüber nochmal um einiges realistischer geworden.
Allerdings habe ich mangels Anleitung das Fahrgeräusch für den elektrischen Betrieb nicht gefunden, mit F8 werden die Diesel gestartet. Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen?
Dann ist mir noch was weiteres aufgefallen: Ich habe die Version MX695KS, also jene mit zwei Schraubklemmen à 12 Anschlüssen. Bei der gegenüber dem MX695KV mit den drei Schraubklemmen scheint an sich nur die dritte Schraubklemmen nicht da zu sein, alles andere jedoch schon. Ob ich dann wohl auch die einstellbare Niederspannung benützen könnte? (dazu muss noch ein Poti angeschlossen werden) Ich bräuchte nämlich noch eine 7V Niederspannung für die Spizenbeleuchtung. Weiss jemand, ob die Platinen der verschiedenen Varianten tatsächlich baugleich sein?
Gruss, Stefan
RhB um 1990, als noch ohne Taktfahrplan gefahren wurde, letzte grüne Loks sowie GmP mit Ge 6/6 I verkehrten
Nun ja, ein Rauchgenerator bei einem Diesel entspricht für mich inetwa der Fahrleitung bei der Elektrolok. Habe ich allerdings auch nicht (mehr), seit ein Wintereinbruch mein Versuchsaufbau einer Eigenbau-Fahrleitung nach Vorbild Berninabahn dahingerafft hat. Seither lebe ich gut und einfach ohne Fahrleitung.
Um eine realistische Rauchfahne zu erzeugen bedürfte es wohl eines recht grossen, gepulsten Raucherzeugers mit ensprechendem Reservoir für die Flüssigkeit. Das gibt es unterdessen ja alles zu kaufen, allerdings eben nicht ganz günstig. Und weisser Rauch aus einer Diesellok...? Das lasse ich lieber.
Der Decoder ist leider noch immer nicht eingetroffen. Der Rest läge parat, Leiterbahnplatte, Green-Caps und allerlei Kleinzeugs. Geduld ist nicht meine Stärke...
Gruss, Stefan
RhB um 1990, als noch ohne Taktfahrplan gefahren wurde, letzte grüne Loks sowie GmP mit Ge 6/6 I verkehrten
Auch ich möchte Dir zu diesem Schmuckstück gratulieren. Super, was Du da alles daran verbessert hast. Diese Lok hält dann auch für die Ewigkeit. B)
Grüsse von Peter
Zuerst einmal, Hut ab vor Deinen handwerklichen Fähigkeiten!
Das sieht wirklich Klasse aus.
Aber wozu noch einen Verdampfer? Okay, Deine Lok ist noch die alte Bauform, die neuen "Refit" haben ja sehr umweltfreundliche Motoren bekommen, da sieht man überhaupt keinen Rauch mehr.
Wenn überhaupt dann eben weiß, auf keinen Fall schwarz.
Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, aber da das auch nicht gerade billig ist (ca. 80 EUR) habe ich es verworfen, und mir gesagt, es ist eine Diesellok und muss nicht rauchen, sie ist eben gut eingestellt (ist schließlich eine schweizer Lok und keine "Taiga-Trommel"... ;) )
Viele Grüße
Michael
Ja, so langsam wandelt sich die marode Kiste zur Lok. Schrumpfschlauch (1:3) habe ich bestellt. Unter dem Schrumpfschlauch wären natürlich Spiralfedern ideal, so wie sie auch von Kiss genutzt werden. Da ich aber keine davon habe werde ich es mit Installationsdraht versuchen, wird wohl auch klappen.
Da im Lokgehäuse wohl noch einiges an Platz übrig bleibt nach Einbau der Elektronik überlege ich mir, einen gepulsten Rauchentwickler einzubauen. Der MX695 ist ja dafür vorbereitet, habe das aber noch nicht genauer studiert. Gibt es denn überhaupt auch dunkles Rauchdestillat oder nur weisses? Eine dampfende Diesellok ist ja nicht wirklich schick.
Gruss, Stefan
RhB um 1990, als noch ohne Taktfahrplan gefahren wurde, letzte grüne Loks sowie GmP mit Ge 6/6 I verkehrten
Nicht mehr viel von der maroden Kiste ;)
Du scheinst recht begabt mit dem Lötkolben. Für heikle Lötstellen wäre ein Widerstandslötgerat oder manchmal ein Flammlötgerät noch besser.
Für die Luftschläuche und das Heizkabel eigenen sich Schrumpfschläuche entsprechender Grösse gut.
So, nun sind die Puffer fertiggestellt und auch die Kupplungshaken sind dran.
Diese Woche sollte dann der MX695 samt Lautsprecher im Briefkasten liegen und dann kann ich die Lok mal fahrtüchtig machen. Noch immer offen ist, ob für den Sound des MX695 ein separater Kondensator verbaut werden muss oder nicht...hoffe noch immer, dass Zimo meine Anfrage beantwortet.
Gruss, Stefan
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RhB um 1990, als noch ohne Taktfahrplan gefahren wurde, letzte grüne Loks sowie GmP mit Ge 6/6 I verkehrten
Hi Peter Nein, die Lok welche von Sutter in Meggen angeboten wurde war schon weg, bevor ich mir ernsthaft überlegt habe, sie zu kaufen. Diese hier habe ich anderswo für 1100.- erstanden und die Herkunft ist ein wenig unklar, sagen wir mal so. Ich habe sie nicht vom Besitzer selbst gekauft, sondern irgendwie von einem Bekannten des Besitzers :blink:
Unterdessen habe ich einen Puffer zusammengebrutzelt. Beim ersten Versuch wollte das Lot nicht so richtig fliessen, obwohl ich mit dem 60W Lötkolben gearbeitet habe. Der Grund war, dass über den Schraubstock zuviel Wärme verloren ging...ein Holzbrettli dazwischen und schon floss das Lot perfekt. Ich muss mir wohl mal eine wärmerestistente Unterlage zutun...heute werde ich noch den zweiten Puffer herstellen und nach der Lackierung sind die Drehgestelle dann wieder parat. Zusätzlich montiere ich noch Zughaken von Märklin, auf die Nachbildung der Kupplungskulisse verzichte ich.
Hier der erwähnte Verschleiss an den Schleifstücken der Pantos. Ich gehe mal davon aus, dass er vom häufigen Betrieb stammt, weiss es aber nicht genau.
Dennoch war bei den Drehgestellen absolut kein Verschleiss festzustellen. Ein bisschen frisches Fett rein und gut ist...die Lok scheint für die Ewigkeit gebaut zu sein ;)
Gruss, Stefan
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Bearbeitet von Juon Stefan am 11.06.2011, 09:41
RhB um 1990, als noch ohne Taktfahrplan gefahren wurde, letzte grüne Loks sowie GmP mit Ge 6/6 I verkehrten
Hallo Stifi Ist es jene Lok, welche Suter-Meggen verkauft hat?
Grüsse von Peter






