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Elektronische Sicherung

Gartenbahn

  1. Hiermit sind Polymersicherungen gemeint, die wie ein Kaltleiter (PTC) arbeiten, bei zu hohem Strom (= Erwärmung) hochohmig werden und somit den Strom durch sich selber begrenzen. Nach Abschalten des Stromes werden sie wieder niederohmig, daher nennen die Hersteller sie "selbstrückstellend"...

    Man findet sie auf LGB Onboard-Decodern oder dem DCC-Print, der sog. alten 10poligen LGB-Schnittstelle. Dort hat sie den Wert 1,6 Ampere und schützt die Loksteckdosen.

    Die von Massoth verbauten "Elektronischen Sicherungen" sind vom Typ LF30R400u der Fa. Littlefuse:

    (https://m.littelfuse.com/~/media/electronics/datasheets/resettable_ptcs/littelfuse_ptc_30r_datasheet.pdf.pdf class="")

    Man bekommt sie als Bauteil für "nen Appel und ein Ei".

    Wer also Löten kann....nur zu ;)

    Wer nicht, nimmt das Massoth Produkt mit Schraubklemmen, man benötigt nur 1 Stück für eine Lok, da nur in die Zuleitung zu einem Getriebe diese Sicherung eingeschleift werden muss.

    Es geht ja um den eventuellen Kurzschlussstrom zwischen den Getrieben bei falsch polarisierten Weichenherzstücken.

    Einen echten Kurzschluss auf dem Gleis muss die Zentrale abfangen. Eine gute kann und macht das auch... ;)

    Grüße Michael

  2. mibema schrieb: Nanu ? Eine CS3 die zuviel Strom liefert ? Ich dachte die könne nur 5 Ampere weil das kindersicher ist....oder wie die Begründungen noch so alle lauteten :evil:

    Ja aber wahrscheinlich hat man die Toleranz zur Abschaltung bis 5A großzügig bemessen damit Gartenbahner nicht dauernd "abgeschaltet" werden. Das mfx Protokoll an sich wäre ja nicht so schlecht, wenn nicht MLGB die Elektronik herstellen ließe...

    Grüsse

    Herby

  3. Danke Michael für die tolle Beschreibung. Man lernt immer wieder etwas Neues. Dieses kleine 0,51-Cent-Teil wird mir also unter Umständen das 5000-fache retten (mittlerweile evtl. sogar das 6000-fache).

    Macht zwar Spaß, aber auch Arbeit. Aber auch Spaß.

  4. Hier als Beispiel eine selbstgebaute Platine für meine Kastenlok Ge 2/4:

    polymerfuse.jpg

    Das gelbe Bauteil ist eine Polymersicherung, das blaue rechts ein ZIOV (Zink-Oxyd-Varistor) als Spannungsbegrenzung auf 30 Volt.

    Da kann die Zentrale machen was sie will, der ZIOV macht dicht oberhalb 30 Volt, und der kann kurzzeitig 1 KA .

    Grüße Michael

    Bearbeitet von Becker Michael am 04.09.2021, 09:04(Grund: Bild vergessen...)

    1 Person hat sich bedankt

  5. hesch schrieb: Hallo Michael,

    eingesetzte CS3 (um dem mfx-Dekoder in der Ge 6/6 II beizukommen) hat bezüglich Kurzschluss (Schraubenzieher versehentlich aufs Programmiergleis) deutliche "Schweißstellen" am Gleis hinterlassen.

    Nanu ? Eine CS3 die zuviel Strom liefert ? Ich dachte die könne nur 5 Ampere weil das kindersicher ist....oder wie die Begründungen noch so alle lauteten :evil:

  6. Übrigens, bei Reichelt kostet das Teil aktuell nur 0,51 EUR das Stück, beim großen "C" dagegen 0,85 und ist nicht mal lieferbar....

    nur ein Tip.. ;)

    Grüße Michael

  7. Hallo Michael,

    vielen Dank für die fachmännischen Ergänzungen zur elektronischen Sicherung. Auch eine leihweise eingesetzte CS3 (um dem mfx-Dekoder in der Ge 6/6 II beizukommen) hat bezüglich Kurzschluss (Schraubenzieher versehentlich aufs Programmiergleis) deutliche "Schweißstellen" am Gleis hinterlassen. Aber da bin ich wohl von Zimo verwöhnt...

    Grüsse

    Herby

  8. Das genau fehlt auf Märklin Dekodern, geht ja auch ohne jegliche Schutzeinrichtung...und wenn's brennt ist sowieso der Kunde selber schuld.

    Nicht umsonst hat mal ein Händler gesagt, schauen Sie sich einfach bei ESU, DIETZ, ZIMO oder MASSOTH die Menge der Bauteile an, und dann nehmen sie einen mfx-Dekoder in die Hand....alles klar.

    Die anderen haben die vielen Bauteile nicht sinnlos verbaut. Aber das kostet halt Geld.

    Grüße Michael

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